Bettina Jahnke ist seit 2018 die regieführende Intendantin des Hans Otto Theaters.  Foto: Ottmar Winter
© Ottmar Winter

Kommentar | Jahnke bleibt HOT-Intendantin Die Chance, wirklich zu liefern

Seit 2018 leitet Bettina Jahnke das Hans Otto Theater. Nun ist ihr Vertrag bis 2028 verlängert worden. Angesichts von zwei Jahren Pandemie eine gute und vor allem faire Sache.

Intendantin Bettina Jahnke geht in die zweite Runde. Ihr Vertrag galt bis 2023, nun ist er bis 2028 verlängert worden. Eine gute Nachricht? Durchaus. Es gibt einige Punkte, die für ihre gute Arbeit sprechen: Sie holt neue Regiehandschriften ans Haus, macht sich für neue Dramatik stark, setzt in der Regie auf eine Quote und bei der Stückauswahl auf starke Frauen

Sie bezieht auch zu politischen Themen klar Stellung und gibt dem am Haus Raum. Sie engagiert sich über das Netzwerk KulturMachtPotsdam für die lokale Szene. Vor allem aber: Bettina Jahnke muss die Chance bekommen, wirklich zu liefern. 

Von vier Jahren Intendanz waren zwei pandemiebestimmt

Von den vier Jahren, die sie bis jetzt das Hans Otto Theater leitet, wurden knapp zwei von der Pandemie bestimmt. Seit März 2020 ging zu viel Energie für Öffnungskonzepte drauf, um sich ganz dem Auftrag zu widmen, mit dem sie 2018 antrat: das Theaterhaus am Tiefen See auch in der Stadt sichtbarer machen. 

Da ist es eine faire Sache, dass sie jetzt die Möglichkeit bekommt, diese Zeit aufzuholen - und zu zeigen, ob sie wirklich vermag, wofür Kulturbeigeordnete Noosha Aubel sie schon gelobt hat: ein neues Publikum gewinnen, das Theater mehr nach Potsdam öffnen. Jahnke formulierte es 2018 metaphorisch so: „Man müsste das Haus in Potsdam eigentlich um 180 Grad drehen.“ Daran wird man sie 2028 messen.

Zur Startseite