Aufwuchs. Die Hochschulen des Landes - hier das Hasso Plattner Institut an der Universität Potsdam - werden vom Land ab kommendem Jahr stärker als bisher gefördert.  | Foto: pa/obs/HPI Hasso-Plattner-Instit
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Steigende Hochschulmittel in Brandenburg Geldsegen für die Hochschulen

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Die Zuwendungen des Landes Brandenburg für die Hochschulen steigen in den kommenden zwei Jahren über ein Drittel. 

Potsdam - Das Land Brandenburg erhöht die finanziellen Zuwendungen für die Hochschulen um bis zu 94 Millionen Euro jährlich. Während die Rahmenvereinbarung 2014 den Hochschulen noch 268 Millionen jährlich zusicherte, werden in der neu getroffenen „Rahmenvereinbarung 2019- 2023 zwischen Land und Hochschulen“ die Zuweisungen im kommenden Jahr auf 356 Millionen und im Jahr 2020 auf 362,5 Millionen Euro erhöht. 

Eine erhebliche Steigerung

„Das ist eine erhebliche Steigerung, mit der wir die erfolgreiche Entwicklung unserer Hochschulen fortsetzen können“, sagte Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) in der vergangenen Woche im Landtag. Die Vereinbarung war im Juli vom Kabinett beschlossen worden und setzt die in diesem Jahr auslaufende Rahmenvereinbarung fort. Auf der Grundlage dieser mit allen Einrichtungen abgestimmten Vereinbarung würden derzeit die individuellen Hochschulverträge vereinbart, erläuterte das Ministerium.

Hochschulen sichern Fachkräftebedarf

„Unsere Hochschulen befördern Forschung und Innovation, sichern den Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften und tragen zur dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung des Landes bei“, sagte Münch. „Dafür brauchen sie gute Rahmenbedingungen und langfristige Planungssicherheit.“ Mit den zusätzlichen Mitteln sollen unter anderem der Gesundheitscampus Brandenburg, die Lehrerbildung und die Präsenz der Hochschulen in den regionalen Wachstumskernen „deutlich“ ausgebaut werden, so Münch.

Für diese Bemühungen des Bundeslandes Brandenburg werden allerdings auch Mittel des Bundes erforderlich, so die Ministerin. Münch fordert, dass der Bund seine Unterstützung der Hochschulen künftig deutlich ausbauen muss. „Wir brauchen auch nach dem Ende des Hochschulpakts von Bund und Ländern im Jahr 2020 eine dauerhafte und verlässliche Beteiligung des Bundes an der Hochschulfinanzierung, insbesondere in Ostdeutschland“, sagte Münch. In einem gemeinsamen Positionspapier aller ostdeutschen Wissenschaftsministerien wird demnach auch gefordert, dass der Bund seine Beteiligung an gemeinsamen Hochschulprogrammen ab 2020 von derzeit vier auf dann sechs Milliarden Euro pro Jahr erhöhen soll.

Neun neue Professuren in einer Woche

Die Hochschulen in Potsdam und Eberswalde erhalten nun ganz aktuell schon Verstärkung. Am heutigen Mittwoch übergibt Wissenschaftsministerin Münch einer Professorin und acht Professoren die Ernennungsurkunden. Sie werden künftig an der Universität Potsdam, der Filmuniversität Babelsberg , der Fachhochschule Potsdam und der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNE) tätig sein, ihr Dienst beginnt am 1. Oktober. 

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