Ottmar Edenhofer Foto: Manfred Thomas
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Auszeichnung Deutscher Umweltpreis für Potsdamer Klimaforscher

Elmar Stephan Gudrun Janicke

Über wirtschaftliche Denkansätze Lösungen gegen den Klimawandel bieten - das ist dem Potsdamer Klimaexperten und Ökonom Ottmar Edenhofer laut Deutscher Bundesstiftung Umwelt gelungen. 

Osnabrück/ Potsdam - Für seinen Einsatz für den Umweltschutz bekommt der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Ottmar Edenhofer, in diesem Jahr den Deutschen Umweltpreis. Er teilt sich die mit 500.000 Euro dotierte Auszeichnung mit den Geschwistern Annika und Hugo Sebastian Trappmann, einem Unternehmerpaar aus Limburg, wie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Mittwoch in Osnabrück bekanntgab.

"Damit wird herausragendes Engagement für den Klimaschutz doppelt ausgezeichnet", sagte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Einen Ehrenpreis von 10.000 Euro bekommt der Insektenforscher Martin Sorg aus Krefeld. Die Preise sollen nach derzeitiger Planung am 25. Oktober in Hannover von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht werden.

Maßgeblich am Klimapaket beteiligt

Der Ökonom Ottmar Edenhofer sei einer der weltweit einflussreichsten Pioniere der Ökonomie des Klimawandels, hieß es von der Bundesstiftung. Der 59-Jährige beschäftigt sich mit Strategien des Klimaschutzes, aber auch den damit verbundenen Kosten. Edenhofer ist einer der wichtigsten Berater der Bundesregierung zum Einsparen von Treibhausgasen, so die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Er mahnte erst im Juni auf einer Konferenz zum Thema "Klima und Sicherheit": "Sicherheit und Wohlstand im 21. Jahrhundert werden zu einem großen Teil davon abhängen, wie wir die globalen Gemeinschaftsgüter managen, einschließlich der Klimastabilität." Mit seinem Vorschlag einer CO2-Bepreisung habe er erheblich zur Einigung der Bundesregierung auf das Klimapaket beigetragen, würdigte die Umweltstiftung. Auch die soziale Gerechtigkeit ist Edenhofer demnach ein Anliegen. Der gläubige Katholik war bis 1994 Mitglied des Jesuitenordens und leitete humanitäre Hilfsorganisationen in Kroatien und Bosnien.

Nachhaltige Unternehmer und Insektenforscher

Annika (28) und Hugo Sebastian Trappmann (37) hätten die Blechwarenfabrik Limburg als Geschäftsführer durch High-Tech-Digitalisierung ganz im Sinne des Klima- und Ressourcenschutzes neu konzipiert, würdigte die Jury. Bereits seit zehn Jahren gehöre das Familienunternehmen mit seinen 320 Beschäftigten zu den führenden Firmen in Deutschland, was Nachhaltigkeit angehe, sagte Bonde.

Der Insektenkundler Martin Sorg (65) ist Vorstandsmitglied des Entomologischen Vereins Krefeld (EVK). Dort war eine Studie entstanden, die 2017 weltweit viel Aufsehen erregte - und in Deutschland etwas ins Rollen brachte. Die Kernaussage: Die Zahl der Fluginsekten ist in Teilen Deutschlands erheblich zurückgegangen. In den vergangenen 27 Jahren nahm die Gesamtmasse um mehr als 75 Prozent ab. Das belegen Daten, die der Verein seit 1989 gesammelt hat.

(dpa)

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