Großes Event. Rund 800.000 Jugendliche nehmen jährlich an dem Wettbewerb teil. Foto: Thilo Rückeis/TSP
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Schulsportwettbewerb "Jugend trainiert" Potsdamer Erfolge zum Jubiläum

Mit einem Sieg und einmal Silber glänzte die Potsdamer Sportschule beim Frühjahrsfinale von "Jugend trainiert". Der größte Schulsportwettbewerb der Welt feiert 50-jähriges Bestehen. Er bereichert und eröffnet Perspektiven, wie die Ex-Potsdamerin Britta Steffen zeigte. 

Berlin/Potsdam - Im Jubiläumsjahr des Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert“ kann die Sportschule Potsdam bereits große Erfolge verbuchen. Beim Frühjahrsfinale des Bundesvergleichs in Berlin gewannen die Potsdamer Handball-Jungs der Wertungsklasse 3 das Turnier vor den Augen von Bundestrainer Christian Prokop – ihre älteren Mitschüler der Kategorie 2 holten Silber. Ebenfalls Rang zwei belegten die WK2-Volleyballerinnen vom Luftschiffhafen – in der WK3 reichte es am hohen Netz zum fünften Platz. Insgesamt holte Brandenburg drei Bundessiege, zwei Silbermedaillen und eine Bronzemedaillen.

Brandenburg mit großem Team und großen Erfolgen

„Jugend trainiert für Olympia“ nahm 1969 in Berlin seinen Anfang. Damals waren es noch knapp 1600 Teilnehmende aus elf Bundesländern – heute machen jährlich rund 800.000 Schüler aus allen 16 Bundesländern beim größten Schulsportwettbewerb der Welt mit. 26 olympische und paralympische Sportarten gehören zum Programm. „50 Jahre ,Jugend trainiert’ ist eine Erfolgsgeschichte“, sagt Brandenburgs Ministerin für Bildung, Jugend und Sport Britta Ernst (SPD). „Werte wie Fairness, Toleranz, Teamgeist und Einsatzfreude werden den Jugendlichen beim Sport vermittelt.“ Darüber hinaus wird der deutsche Leistungssport durch das Format bereits in einem frühen Stadium gestärkt, sodass Talente entdeckt und gezielt gefördert werden können. 

Goldener Weg. Britta Steffen schwamm für Potsdam bei „Jugend trainiert“ und holte später zwei Olympiasiege. Foto: Peer Grimm/dpa Vergrößern
Goldener Weg. Britta Steffen schwamm für Potsdam bei „Jugend trainiert“ und holte später zwei Olympiasiege. © Peer Grimm/dpa

Das Land Brandenburg gehört mit jährlich etwa 45.000 Jugendlichen zu den zahlenmäßig stärksten Bundesländern bei dem Wettbewerb – und es ist auch eines der erfolgreichsten. Nicht zuletzt, weil die Mark gleich an drei Sportschulen (Potsdam, Frankfurt (Oder), Cottbus) intensiv Nachwuchsathleten unterstützt. „Jugend trainiert“ beginnt für die reinen Schulmannschaften mit Stadt- und Kreisausscheiden und führt dann über die Landesfinals hin zu den Bundesfinals. Drei nationale Endrunden finden pro Jahr statt. Im Frühjahr, Herbst und Winter – jeweils mit anderen Sportarten. In einigen Disziplinen können sich die Teams sogar für Schulweltmeisterschaften qualifizieren – Potsdams Sportschule holte dabei in der Vergangenheit zum Beispiel im Schwimmen und Mädchenfußball Medaillen sowie Titel.

Paralympischer Sport ist seit 2012 dabei

Dass der Name „Jugend trainiert für Olympia“ tatsächlich eine große Perspektive darstellt, zeigt Britta Steffen. Die Schwimmerin nahm einst mit der Sportschule Potsdam an dem Wettbewerb teil – 2008 sprintete sie dann über 50 und 100 Meter Freistil zu olympischen Gold. „Man kann dort lebensbereichernde Erfahrungen sammeln“, sagt Britta Steffen über das große Sporttreffen der deutschen Schulen. Sie zählt dieses Jahr zu den Jubiläumsbotschaftern. Ebenso Diskus-Olympiasieger Robert Harting, der die Cottbuser Sportschule besuchte.

Jubiläumsbotschafter. Diskus-Olympaisieger Robert Harting, Ex-Weltklasse-Turner Philipp Boy, Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen und der paralympische Vizeweltmeister der Leichtathletik Mathias Schulze (v.l.). Foto: Soeren Stache/dpa Vergrößern
Jubiläumsbotschafter. Diskus-Olympaisieger Robert Harting, Ex-Weltklasse-Turner Philipp Boy, Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen und der paralympische Vizeweltmeister der Leichtathletik Mathias Schulze (v.l.). © Soeren Stache/dpa

„Wir begeistern junge Menschen für den Sport – und das gelingt seit vielen Jahren“, sagt Thomas Härtel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schulsportstiftung. „Deshalb ist der Wettbewerb auch zukunftsfähig.“ Dies gilt auch für die paralympischen Disziplinen, die seit 2012 den Wettkampf bereichern. Mathias Schulze, ehemaliger internationaler Medaillengewinner in der Para-Leichtathletik und jetzt Koordinator für den Nachwuchs- sowie Leistungsbereich im Brandenburger Behindertensport, sagt daher: „Ich würde mir wünschen, 2062 ebenfalls ein 50-jähriges Jubiläum feiern zu können.“ 

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