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Zuletzt hatte es beim Bundesliga-Spiel Frankfurt gegen Stuttgart 200 Verletzte nach Ausschreitungen gegeben.

© Imago/Revierfoto

Innenministerkonferenz zu Fangewalt: „Konsequent die Rote Karte zeigen“

Die Innenministerkonferenz von Bund und Ländern hat die Profivereine und die Deutsche Fußball Liga aufgefordert, mehr gegen Gewalt in den Stadien zu unternehmen.

Die Innenministerinnen und Innenminister erwarten mehr von den deutschen Fußballklubs bei der Bekämpfung von Fangewalt. Zum Abschluss ihrer Herbstkonferenz in Berlin am Freitag drängten sie außerdem darauf, dass die Vereine Richtlinien des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu baulichen und personellen Maßnahmen in den Stadien einhalten, auch um eine effektive Kontrolle beim Einlass sicherzustellen. Die Sportministerkonferenz wurde aufgefordert, die aktuelle Situation zu einem Schwerpunkt ihrer nächsten Sitzung zu machen.

„Es wird höchste Zeit, dass wir der kleinen gewalttätigen Minderheit in unseren Stadien konsequent die Rote Karte zeigen“, sagte Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD). Als Reaktion auf die zunehmenden Auseinandersetzungen zwischen Fans und Polizei in den Bundesligastadien hatte der Deutsche Fußball-Bund beide Seiten diese Woche zu einem respektvolleren Umgang miteinander aufgerufen.

„Die aktuellen Entwicklungen sehen wir mit Sorge. Der DFB ist daran interessiert, dass Straftäter verfolgt werden, insbesondere, wenn sie den Fußball für ihre Zwecke ausnutzen. Dabei darf es keine pauschale Kriminalisierung von Fans geben, genauso wenig wie eine Vorverurteilung polizeilicher Maßnahmen“, hatte der Verband auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt.

Diese Formulierung kam im Kreis der Innenminister teils nicht gut an. Hier sei der Eindruck erweckt worden, bei den gewalttätigen Fans und der Polizei halte es sich um zwei gleichwertige Gruppen, hieß es. In jüngster Zeit war es bei Fußballspielen immer wieder zu massiven Ausschreitungen gekommen. Trauriger Höhepunkt waren Krawalle Ende November bei der Partie Eintracht Frankfurt gegen VfB Stuttgart mit mehr als 200 Verletzten. (dpa)

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