Uferweg am Griebnitzsee in Potsdam von Anwohnern versperrt. Foto: Andreas Klaer
© Andreas Klaer

Uferweg am Griebnitzsee Neue Beauftragte sieht noch Hoffnung

Potsdams neue Ufewegsbeauftragte hat ihre Strategie vorgestellt. Am Griebnitzsee setzt sie neben einem Bebauungsplan auf Gespräche mit den Anrainern.

Potsdam - Als „kein hoffnungsloses Unterfangen“ hat Potsdams neue Uferwegsbeauftragte Maria Hartleb die Bemühungen der Stadt für einen freien Uferweg am Griebnitzsee bezeichnet. Bei ihrem ersten größeren Auftritt im Hauptausschuss am Mittwochabend skizzierte die Juristin ihre langfristigen Pläne, um endlich doch Bewegung in den festgefahrenen Konflikt zu bringen. 

Bekanntlich halten Anlieger des einstigen Spazierwegs diesen seit mehr als zehn Jahren gesperrt, weil der bloß geduldete Weg auf ihrem Grund und Boden lag und sie für ihr Vorgehen bisher auch auf Gerichtsentscheidungen zu ihren Gunsten verweisen können.

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Doch die Stadt will nun einen dritten Anlauf wagen, auch wenn das womöglich wieder viele Jahre dauert. Hartleb sagte, neben einem neuen Bebauungsplan wolle man an einzelnen Stellen mit „nicht verhandelbaren Nutzungskonflikten“ auch einzelne Bebauungspläne prüfen. So könnte man Schritt für Schritt vorankommen, so die Hoffnung der Stadt. Sie werde zugleich mit allen Beteiligten sprechen, so die ausgebildete Mediatorin – möglichst einvernehmlich, auch weil Enteignungen durch eine geänderte Rechtssprechung schwieriger umzusetzen seien.

Zu ihrer Unterstützung soll noch im Sommer ein Uferbeirat mit Vertretern der Rathaus-Fraktionen gebildet werden, hieß es im Ausschuss weiter. Das hatte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) angeregt. Die Stelle einer Uferwegsbeauftragten war unter Schuberts Vorgänger Jann Jakobs (SPD) nicht neu besetzt worden, vor allem die Linke-Fraktion hatte das mehrfach massiv kritisiert.

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