Potsdamer Bafög-Empfänger können von der erhöhten Wohnpauschale kaum die durchschnittlichen Mieten zahlen. Foto: Andreas Klaer
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Trotz Erhöhung Bafög reicht für Potsdamer Mieten nicht

Studenten, die Bafög erhalten, bekommen bald mehr Geld. Doch die neue Wohnpauschale reicht für Mieten in Potsdam kaum aus, zeigt eine aktuelle Studie.

Potsdam/Berlin – Studenten, die Bafög erhalten, können sich die Mieten in Potsdam durchschnittlich kaum leisten. Das zeigt eine aktuelle Erhebung des Onlineportals immowelt.de. Anlass der Analyse war der Bundestagsbeschluss zur Erhöhung der Ausbildungsförderung Bafög am Donnerstag. Der Höchstbetrag soll für Schüler und Studenten demnach auf 861 Euro steigen. Auch der darin enthaltene Wohnzuschlag für Studenten, die nicht mehr bei den Eltern leben, wurde von 250 auf 325 Euro erhöht. Doch können Bafög-Empfänger damit ihre Mietkosten komplett zahlen?

Laut immowelt.de betrug der mittlere Wert von Wohnraum bis zu 40 Quadratmeter in Potsdam im vergangenen Jahr 340 Euro pro Monat. Demnach reicht die neue Wohnungspauschale nicht komplett für die Mieten in der Landeshauptstadt. Potsdamer Bafög-Empfänger müssten 15 Euro im Monat draufzahlen.

Mieten in ostdeutschen Städten deutlich günstiger

Noch mehr zahlen Studenten allerdings für Wohnraum in München (790 Euro), Frankfurt/Main (530 Euro) und Berlin (470 Euro). Im Gegensatz dazu ist die neue Pauschale in zahlreichen ostdeutschen Uni-Städten wie Rostock, Halle und Cottbus ausreichend. In Cottbus beispielsweise beträgt laut immowelt.de die durchschnittliche Miete 190 Euro.
Für die Erhebung verglich das Portal 90.000 Inserate mit einer Wohnfläche bis zu 40 Quadratmetern und ermittelte dabei den mittleren Wert der Angebotspreise. 

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