Richter Theodor Horstkötter. Foto: AFP
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Potsdams Richter für besondere Strafprozesse Horstkötter wechselt ans Oberlandesgericht

Karrieresprung für einen profilierten Richter: Theodor Horstkötter wechselt vom Landgericht Potsdam zum Brandenburgischen Oberlandesgericht. 

Potsdam - Die Entführung und Ermordung der Jungen Elias und Mohamed durch Silvio S., die Gewalttat im Babelsberger Thusnelda-von-Saldern-Haus mit vier Toten, der Prozess um eine mutmaßliche Kindstötung in Potsdam fast 20 Jahre danach. Theodor Horstkötter war für die spektakulärsten Strafverfahren in Potsdam zuständig, die über die Landeshauptstadt hinaus für Schlagzeilen sorgten. Nun verlässt der Vorsitzende Richter das Landgericht Potsdam. Horstkötter wurde zum Vorsitzenden Richter am Brandenburgischen Oberlandesgericht (OLG) gewählt, wie Landgerichtssprecherin Sabine Dießelhorst gegenüber den PNN bestätigt. Der Zeitpunkt des Wechsels stehe noch nicht definitiv fest.

Seit 1995 am Potsdamer Landgericht 

Der 1961 geborenen Horstkötter studierte in Münster und Trient und ist schon seit 1995 Richter am Potsdamer Landgericht. Viele Jahre war er hauptsächlich mit Wirtschafts-, Steuer- und Haftungsdelikten befasst. Die großen Strafprozesse hat er eine Zeit lang als Pressesprecher des Gerichts begleitet, aber nicht auf der Richterbank. Anfang 2016 schließlich wurde Horstkötter Vorsitzender der ersten Großen Strafkammer des Landgerichts. 
Horstkötters künftige Wirkungsstätte, das Brandenburgische Oberlandesgericht mit Sitz in Brandenburg/Havel, ist auf Landesebene das höchste Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit. Es ist für die Überprüfung von Entscheidungen der brandenburgischen Amts- und Landgerichte zuständig. 

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