Momentan nutzen Betrüger die anstehende Bombenentschärfung und die damit einhergehende Evakuierung aus, um gutgläubige Menschen zu betrügen. Foto: dpaFoto: Julian Stratenschulte/dpa
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Polizeibericht für Potsdam Betrüger wollte Bombenentschärfung ausnutzen

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Die anstehende Bombenentschärfung in Potsdam wollte ein Unbekannter für eine neue Betrugsmasche nutzen. Dies erwies sich jedoch zumindest in einem Fall als Rohrkrepierer.

Potsdam - Am Donnerstag wird in Potsdam ein Blindgänger entschärft. Fast 5900 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen. Diesen Umstand versuchen zurzeit Betrüger für sich auszunutzen.

Als Grundlage für die Betrugsmasche dient den Tätern der sogenannte Polizeitrick: Die Betrüger melden sich telefonisch bei ihren Opfern und geben vor, Polizisten zu sein. Sie schildern einen Fall, der es angeblich unabdingbar macht, Wertsachen der Polizei zu übergeben. Beamte würden vorbeikommen und das Geld oder den Schmuck in Empfang nehmen. Oft werden die Anrufe wiederholt und die Opfer gedrängt. Ähnlichen gehen die Betrüger jetzt auch vor.

Wie die Polizei mitteilte, versuchten aktuell Unbekannte mit einer ähnlichen Masche Geld zu erbeuten. Die Täter gaben sich ebenfalls als Polizisten aus. Sie wiesen auf die anstehende Evakuierung wegen der Bombenentschärfung hin. Die Polizei, so die Betrüger am Telefon, sei in solchen Fällen verpflichtet, die Wertsachen der betroffenen Anwohner zu sichern, damit sie während der Evakuierung weder gestohlen noch beschädigt werden können.

Viel Erfolg hatten die Täter nicht. Zumindest in dem jetzt bekannt gewordenen. Der ins Ziel der Betrüger ratende Mann erkannte die Betrugsmasche rechtzeitig und rief die örtliche Polizeidienststelle an,

Eindringlicher Rat

Niemals sollten am Telefon Auskünfte über die eigene finanzielle Situation oder etwaige Geldverstecken gemacht werden. Die (echte) Polizei wird sich auf diesem Wege niemals in solchen Angelegenheiten an Bürger wenden.

Die Polizei rät, ein solches Telefonat sofort zu beenden und umgehend die örtliche Polizeidienststelle zu kontaktieren.

Richtige Verhaltensweise

• Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen. Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis
• Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin, damit die in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können.
• Rufen Sie die Polizei zurück. Verwenden Sie dazu die öffentlich bekannte Telefonnummer – aber nicht die Nummer, die die Anruferin oder der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf dem Display angezeigt wurde!
• Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers
• Bevor Sie jemanden ihr Geld geben wollen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte ihre örtliche Polizeidienststelle
• Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind - auch nicht der Polizei!

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