Berühmtes Lächeln. Die „Mona Lisa“ gibt Experten bis heute Rätsel auf. Foto: dpa
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Museum Barberini Potsdam April, April: „Mona Lisa“ kommt nicht nach Potsdam

PNN

Liebe Leser, das war unser Aprilscherz. Nach derzeitigem Stand wird das weltberühmte Werk von Leonardo da Vinci nicht an das Museum Barberini verliehen.

April, April, liebe Leser. So schön die Vorstellung auch wäre, die "Mona Lisa" kommt nicht nach Potsdam. Wir haben Sie mit dem vermeintlichen Coup, der Louvre wolle sein berühmtestes und besucherträchtigstes Exponat an das Museum Barberini ausleihen, in den April geschickt. Fakt ist aber: Eine Ausstellung mit Werken Alter Meister ist geplant, wie wir bereits berichtet haben. Zeitpunkt und mögliche Leihgeber stehen allerdings noch nicht fest. Und wer weiß: Vielleicht gelingt Hasso Plattner und seinen Museumskuratoren ja doch, das heute unmöglich Scheinende möglich zu machen.

Das war unser Aprilscherz

Potsdam - Für die geplante Ausstellung mit Werken Alter Meister ist dem Museum Barberini ein sensationeller Coup gelungen. Der Pariser Louvre will den unbestrittenen Star seiner Sammlung, Leonardo da Vincis „Mona Lisa“, als Leihgabe für die Schau zur Verfügung stellen. Das erfuhren die PNN exklusiv aus Kreisen der Rathausspitze. 

Die Vorbereitungen für den Deal laufen bereits seit mehreren Monaten. Erste Kontakte knüpfte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) bereits am Rande der im vergangenen Jahr unterzeichneten Städtepartnerschaft zwischen Potsdam und Versailles. Der Rathauschef reiste danach gemeinsam mit Barberini-Stifter Hasso Plattner zu mehreren geheimen Treffen nach Paris, wo er mit Louvre-Direktor Jean-Luc Martinez die Konditionen für die Verleihung des wichtigsten Ausstellungsstücks des weltberühmten Museums ausverhandelte. Dem Vernehmen nach sagte Plattner als Gegenleistung zu, dem Louvre seine umfangreiche Impressionistensammlung für eine große Sonderausstellung zur Verfügung zu stellen. Seit der Eröffnung des Barberini-Museums waren zudem mehrfach Beobachter des Louvre nach Potsdam geschickt worden, um das hiesige Sicherheitskonzept unter die Lupe zu nehmen.

Es ist die vierte Tournee für die „Mona Lisa“

Es ist erst das vierte Mal überhaupt, dass die „Mona Lisa“ auf Tournee geht. In den 60er-Jahren wurde das Werk auf Druck der französischen Regierung in Washington und New York gezeigt, in den 70er-Jahren wurde es erst nach Tokio und dann nach Moskau verliehen. Allein in der japanischen Hauptstadt wurde das Anfang des 16. Jahrhunderts entstandene Bild täglich von 18 000 Menschen besichtigt, in New York wurde es von 1,6 Millionen Menschen gesehen. 

Potsdam trifft bereits die Vorbereitungen für den zu erwartenden Besucheransturm, wenn die Alte-Meister-Ausstellung 2019 eröffnet wird. Die Deutsche Bahn soll demnach bereit sein, Potsdam wieder ans ICE-Netz anzubinden. 

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