Der neue Naturschutzbeirat soll sich auch um Potsdams Ufer kümmern. Foto: Ottmar Winter
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Ehrenamtliches Potsdamer Gremium Naturschutzbeirat neu berufen

Das neu konstituierte Gremium für Naturschutzfragen soll weiter an einer Uferschutzrichtlinie für Potsdam arbeiten.

Potsdam - Der Naturschutzbeirat für die Landeshauptstadt ist neu berufen worden. Wie das Rathaus am Montag mitteilte, sind die neuen Mitglieder zu einer konstituierenden Sitzung zusammengekommen und haben vom Umweltbeigeordneten Bernd Rubelt (parteilos) ihre Ernennungsurkunden erhalten. Bei dem Beirat handelt es sich um ein ehrenamtliches Gremium, das die Landeshauptstadt in Naturschutzfragen berät. Die 14 Mitglieder, darunter sieben in stellvertretender Funktion, mussten Fachwissen aus ihrer beruflichen Tätigkeit oder einem Engagement im Naturschutz sowie Ortskenntnis mitbringen. Ihre Amtszeit beträgt fünf Jahre.

Von den Beiratsmitgliedern waren sieben bereits im vorherigen Beirat vertreten, darunter auch der frühere Beiratschef Rüdiger Knösche. Neu im Beirat sind Anne Brandenburger, Sybille Kirche, Wolfram Mey, Tanja Mutschischk, Sabine Stolzenberg, Matthias Wichmann und Georg Wild.

Beirat soll sich um den Uferschutz kümmern

Der vorherige Naturschutzbeirat hatte begonnen, an einer Uferschutzrichtlinie zu arbeiten (PNN berichteten). Die Uferbereiche seien entscheidend beim Erhalt der Artenvielfalt, stünden aber durch verstärkten Wassertourismus, aber auch Stadtentwicklungsprojekte zunehmend unter Druck, hieß es. Die neue Uferrichtlinie soll zu einheitlichen Entscheidungen für Anträge in Uferbereichen, zum Beispiel zum Bau von Bootsstegen, führen. Diese Arbeit soll durch den neuen Beirat fortgeführt werden, teilte die Stadt mit. Ziel war zuletzt, bis 2020 alle Uferbereiche anhand von Begehungen vor Ort oder Luftbildern zu bewerten.

Weitere Schwerpunkte in der zurückliegenden fünfjährigen Amtsperiode waren laut Stadt der Umgang mit Alteichen, die vom Heldbock-Käfer besiedelt sind, sowie der Erhalt von Altbaumbeständen, die eine besondere Rolle für Höhlenbrüter und Fledermäuse spielen. Für den sehr seltenen Heldbock habe Potsdam eine hohe Verantwortung, da sich hier beachtliche Bestände der Käferart konzentrierten. Der Beirat habe sich dazu unter anderem mehrfach mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten beraten. Dabei sei es dem Beirat immer wieder gelungen, den Denkmalschutz mit Naturschutzbelangen gut in Einklang zu bringen. 

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