Erste Baumaßnahmen zur Sanierung des ehemaligen Terrassenrestaurants "Minsk" in Potsdam haben begonnen. Foto: Andreas Klaer
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Baustart am Brauhausberg Der Minsk-Umbau hat begonnen

Wie angekündigt haben die Bauarbeiten am Minsk auf dem Brauhausberg begonnen. In anderthalb Jahren soll das geplante Museum fertig sein.

Potsdam - Am früheren Terrassenrestaurant Minsk am Brauhausberg hat der Umbau zu einem Museum begonnen. Die Stiftung des Mäzens und Software-Unternehmers Hasso Plattner will im originalgetreuen Bau ein Museum für DDR-Kunst einrichten. Im Herbst 2021 soll alles fertig sein.

Im Herbst 2021 sollen die Bauarbeiten am Minsk beendet sein. Foto: Andreas Klaer Vergrößern
Im Herbst 2021 sollen die Bauarbeiten am Minsk beendet sein. © Andreas Klaer

Gleichzeitig mit dem Museumsstart soll auch wieder ein Café mit Terrassenbetrieb für die Besucher zur Verfügung stehen. Laut Stiftung startet die Umgestaltung mit der Beseitigung von Schadstoffen, etwa asbesthaltigem Material, und der Sanierung des schadhaften Betonkerns des Baus.

Anfang April 2019 hatten die Stadtverordneten ohne Gegenstimme für das Angebot der Hasso-Plattner-Stiftung votiert. Wie berichtet soll das Minsk als wichtiger Bau der Ostmoderne erhalten bleiben – mit öffentlicher Nutzung als Museum. Angekündigt wurde zudem, dass der Blick auf das ehemalige Terrassenrestaurant freibleibt. Die neue Bebauung ist nur auf einer Seite neben dem Minsk - dem Standort des alten Schwimmbades - geplant. Die Neubauten werden „architektonisch auf die Höhenstaffelung des Minsk Bezug nehmen“, hieß es weiter.

Soll soll das Museum Minsk mal aussehen. Foto: Heinle, Wischer und Partner Vergrößern
Soll soll das Museum Minsk mal aussehen. © Heinle, Wischer und Partner

Im Mai 2019 hatten sich auch die Stadtwerke Potsdam für das Angebot der Hasso-Plattner-Stiftung ausgesprochen und dem Verkauf des verfallenen Minsk und des umgebenden Areals auf dem Brauhausberg für 20 Millionen Euro fristgerecht zugestimmt.

Eigentlich hatten die Stadtwerke auf höhere Einnahmen gehofft – Ende 2017 hatte ein anderer Investor, der allerdings das Minsk zugunsten von Stadtvillen abreißen wollte, rund 27 Millionen Euro geboten. Dagegen hatte es massiven Widerstand in der Stadtpolitik gegeben, gerade von Linken, Grünen und der Fraktion Die Andere.

Plattner möchte seine DDR-Kunstsammlung ins Minsk geben, die aktuell zum Teil schon im von ihm gestifteten Museum Barberini ausgestellt wird. Im Barberini will er dauerhaft seine große Impressionisten-Sammlung zeigen.

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