Gesperrt. Die Bauarbeiten an der Templiner Straße kommen nicht voran. Foto: A. Klaer
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Bauarbeiten zwischen Potsdam und Caputh Verzögerung an der Templiner Straße

Die Bauarbeiten auf der Straße zwischen Caputh und Potsdam stocken. Vor allem das kalte Wetter hat den Bauablauf verzögert, sodass dieser nun laut Stadt neu geplant werden muss.

Potsdam/Caputh - Auf der größten Straßenbaustelle der Stadt stockt es: Bei der Sanierung der Templiner Straße gibt es ungeplante Verzögerungen. Entsprechende Leserhinweise bestätigte Stadtsprecherin Christine Homann jetzt auf PNN-Anfrage. Daher werde nun der Bauablauf überarbeitet. Erst in der nächsten Woche könne man wohl weiterführende Aussagen zum weiteren Bauverlauf und zur Dauer der Bautätigkeiten machen, sagte die Rathaussprecherin.

Mehrere Faktoren hätten den Bauablauf verlangsamt, hieß es. So hätte man wegen des kalten Wetters sechs Wochen nicht arbeiten können. Zu Verzögerungen hätten auch zusätzliche Leitungen geführt, die innerhalb der Baustrecke verlegt werden mussten. Zudem hätte der Sturm Xavier im vergangenen Oktober in der Templiner Straße extrem gewütet: „Es gab auf der Baustrecke eine Vielzahl von umgestürzten Bäumen, allein die Aufräumarbeiten haben in etwa zwei Wochen gedauert.“ Erst seit einer Woche sei ein ungehindertes Arbeiten ohne witterungsbedingte Einschränkungen wieder möglich, hieß es.

Die Sanierung kostet insgesamt zweieinhalb Millionen Euro

Die Nachricht kommt vor allem für Pendler zwischen Caputh und Potsdam ungelegen. Denn damit verlängert sich die Vollsperrung der Straße, derentwegen eine großräumige Umleitung gilt. Der erste Bauabschnitt der seit September 2017 laufenden Sanierung der Straße sollte schon im März oder April beendet sein, nämlich das Teilstück zwischen Hermannswerder und dem Waldbad Templin. Das wäre auch wichtig, damit Autofahrer aus Richtung Potsdam das Strandbad im Sommer 2018 wieder erreichen können. Ob das noch klappt, ist unklar. In der benachbarten Gemeinde Schwielowsee, zu der auch Caputh gehört, ist man jedenfalls ahnungslos. Man kenne nur Gerüchte, dass sich die Bauzeit verlängere, sagte Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU). Offizielle Informationen habe die Stadt Potsdam aber noch nicht herausgegeben. Auch vor Ort sieht man, dass die Fahrbahnsanierung in dem ersten Bauabschnitt längst noch nicht abgeschlossen scheint.

Insgesamt kostet die Sanierung zweieinhalb Millionen Euro. In diesem Kostenrahmen werde man vermutlich auch bleiben, so Homann. Durch die Akquise von Fördermitteln – auch für den Bau von Amphibientunneln – belaufen sich die tatsächlichen Kosten für die Stadt auf nur knapp eine Million Euro. Zudem beteiligt sich die Gemeinde Schwielowsee mit 440 000 Euro an der schon seit Jahren geplanten Sanierung. Den Zuschlag für die Bauarbeiten hat der europaweit tätige Straßenbauer Strabag AG bekommen. 

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