So sah es Ende August an der Baustelle für den neue Hafen in Teltow aus. Foto: Manfred Thomas Tsp
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Stadthafen in Teltow Betreiber für den Hafen in Teltow gefunden

Noch in diesem Monat könnte Teltow über den Betrieb des Stadthafens entscheiden. Die Qual der Wahl hat sie aber nicht. Es gibt nur einen Interessenten.

Teltow – Ist das der Durchbruch? Nach jahrelanger Suche hat die Stadt Teltow nun offenbar einen Betreiber für den von ihr gebauten Stadthafen gefunden. Ende Januar sollen die Stadtverordneten über die Vergabe entscheiden. Zwei Tage zuvor wird der potenzielle Betreiber seine Pläne dem Hafenausschuss präsentieren, der diesmal gemeinsam mit dem Haupt- und Finanzausschuss tagt. Wie berichtet hatte die Stadt Teltow den Betrieb des Hafens bereits mehrfach ausgeschrieben, bislang jedoch erfolglos. Auch die neuerliche Ausschreibung, die den Bewerbern offen ließ, ob sie den Hafen inklusive Gastronomie betreiben oder sich für einen Teilbetrieb entscheiden, stieß auf keine allzu üppige Resonanz. Nach Angaben der mit der Ausschreibung befassten Rechtsanwaltskanzlei waren im Rahmen der Ausschreibungsfrist gerade zwei Bewerbungen eingegangen. Einer der beiden Bieter, der sich für den Gesamtbetrieb des Hafens interessierte, sprang noch während des Verfahrens ab. Übrig blieb Thomas Klemm, Hafenplaner aus Berlin.

Über konkrete Pläne für Teltower Hafen will Interessent noch nichts verraten

Der 48-jährige hat sich auf die Planung und Konzeption öffentlicher Hafenanlagen spezialisiert und auch das Teltower Hafenprojekt nach eigenen Angaben seit gut zwei Jahren begleitet. Zudem betreibe er einen städtischen Hafen in Berlin, sagte er den PNN. Über seine konkreten Pläne für Teltow wolle er aber noch nicht öffentlich reden und zunächst die Ausschuss-Sitzung abwarten. Nach Angaben von Teltows Anwälten sei aber erkennbar, "dass der Bieter aufgrund seiner Erfahrungen die örtliche Situation und Marktchancen gut beurteilen kann". Sein Fokus soll dabei auf dem Charterbetrieb liegen. Zudem setze er auf neue innovative Antriebe, wie etwa Solarboote. Anders als der abgesprungene Bieter wird Klemm aber nur den Hafenbetrieb übernehmen und die Fläche westlich des Hafenbeckens entsprechend der städtischen Vorgaben bebauen. Dort sind eine Travelliftanlage, Hallen für Verkauf, Reparatur und den Winterbetrieb als auch ein Funktionsgebäude geplant, in dem zunächst Hafenmeister und sanitäre Anlagen untergebracht werden sollen. Dies alles soll in zwei zeitlichen Schritten realisiert werden. Zudem wolle Klemm vor Ort nicht selbst aktiv werden, sondern die Flächen an eine Betriebs-GmbH als auch interessierte Gewerbebetriebe weiter verpachten, heißt es.

Stadt sucht weiter nach Investoren für Restaurantgebäude

Das auf der anderen Seite geplante Restaurantgebäude übernimmt der Berliner indes nicht. Hier muss die Stadt weiter nach einem Investoren suchen. Wie berichtet hatte Teltow im Laufe des Hafenbaus entschieden, das in einem Architekturwettbewerb entwickelte und mit 1,7 Millionen Euro veranschlagte Haus nicht selbst zu bauen, um Kosten bei dem immer teurer gewordenen Projekt zu sparen. Ein Interessent für den Bau und Betrieb des Gebäudes fand sich bislang aber nicht.

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