In Beelitz soll 2022 die Landesgartenschau stattfinden. Davon kann die Stadt profitieren, wie andere Beispiele zeigen. Visualisierung: Beelitz
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Landesgartenschauen in Brandenburg Bisherige Orte profitieren noch immer von der Laga

Lohnt sich die Landesgartenschau für die austragenden Städte? Auch wenn sich die Investitionen nicht refinanziert haben, sind Rathenow, Oranienburg und Prenzlau auch jetzt noch sehr zufrieden mit den Veranstaltungen.

Beelitz - Mehr Gäste und eine schönere Stadt: Die Landesgartenschauen in Prenzlau, Oranienburg und Rathenow werden von den jeweiligen Verwaltungen auf PNN-Nachfrage als voller Erfolg bezeichnet.

"Ein Quantensprung für Oranienburg"

„Die Laga war ein Quantensprung in der Entwicklung unserer Stadt, sodass auch die Oranienburger heute nach zehn Jahre noch davon schwärmen, wie schön die Stadt seit der Laga geworden ist“, sagte Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos). 580 000 Gäste kamen zur Gartenschau in seine Stadt. Investiert wurden wie in Beelitz 30 Millionen Euro. 12,1 Millionen Euro davon kamen von der Stadt, der Rest vom Land. Die Schau hat laut Verwaltung einen Gewinn von 590 000 Euro erwirtschaftet.

Die Gartenschau fand größtenteils im heutigen Schlosspark statt. Dieser sei inzwischen ein beliebter Familien- und Freizeitpark geworden, allein im vergangenen Jahr hätten ihn 135 000 Menschen besucht. „Die Stadt ist inzwischen kein Geheimtipp mehr und genießt einen guten Ruf“, so Laesicke. Er ist erst seit Januar 2018 Bürgermeister, seine Vorgänger hätten mit dem Projekt aber für eine nachhaltige Stadtentwicklung gesorgt.

Ein Gewinn für Prenzlau

In Prenzlau, wo die Gartenschau 2013 gastierte, ist man ebenfalls zufrieden. Mit 1,33 Millionen Euro Gewinn  sei die Schau in der Stadt die bisher finanziell erfolgreichste gewesen, auch wenn sich die im Vorfeld getätigten Investitionen ins Stadtbild nicht vollständig refinanziert hätten.  In das Gartenschaugelände und die Stadtentwicklung wurden für die Laga 37,3 Millionen Euro investiert, es kamen genau 465 499 Besucher.

„Die Stadt Prenzlau hat die Landesgartenschau als ,Gewinn’ verzeichnet, da neben einem sehr großen Imagegewinn zahlreiche infrastrukturelle Projekte umgesetzt wurden, die ohne die Landesgartenschau nicht oder nur sehr viel später – und auch niemals in diesem Umfang – hätten realisiert werden können“, heißt es aus der Pressestelle. Die Investitionen seien nachhaltig gewesen, fast alle Grünflächen seien ebenso erhalten wie drei Erlebnis-Kinderspielplätze. Die frühere Blumenhalle ist heute Teil des Gymnasiums. Dort liegt die Aula, die auch für öffentliche Veranstaltungen genutzt wird.

Positive Bilanz für Rathenow

In Rathenow habe die Gartenschau 2006 mit einer schwarzen Null abgeschlossen, hieß es. Insgesamt kamen damals 480 000 Besucher in die Stadt im Havelland. Der Park, der auch für die Bundesgartenschau 2015 genutzt wurde, wird noch als eintrittspflichtiges Erholungsareal genutzt.

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