Erstmals wurde in Stahnsdorf ein Lebewesen von Wildschweinen getötet. Foto: Jens Büttner/dpa
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Hund tödlich verletzt Stahnsdorfs Bürgermeister will sofortige Bogenjagd auf Wildschweine

Klaus Peters

In Stahnsdorf wurde ein Hund von Wildschweinen attackiert und tödlich verletzt. Für Stahnsdorf Bürgermeister zeigt dieser Vorfall, dass nun die Bogenjagd auf Wildschweine eröffnet werden muss.

Stahnsdorf - Nach einem tödlichen Angriff von Wildschweinen auf die Hündin der Familie Grohl in Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) hat Bürgermeister Bernd Albers (Freie Wähler) erneut die Zulassung der Bogenjagd in der Gemeinde gefordert. Sechs bis acht Wildschweine hätten die Hündin am Dienstag auf dem Grundstück der Familie angegriffen und getötet, teilte die Gemeinde am Donnerstag mit. Damit sei erstmals in Stahnsdorf ein Lebewesen von Wildschweinen getötet worden.

Bürgermeister Bernd Albers (links) bekundet Mitgefühl gegenüber Hundehalter Hans-Joachim Gohl. Foto: Gemeinde Stahnsdorf Vergrößern
Bürgermeister Bernd Albers (links) bekundet Mitgefühl gegenüber Hundehalter Hans-Joachim Gohl. © Gemeinde Stahnsdorf

"Jetzt müssen endlich alle denkbaren Jagdmethoden zur
Reduzierung der Wildschweinpopulation zugelassen werden", forderte Albers. Umweltminister Axel Vogel (Grüne) müsse unverzüglich die Bogenjagd genehmigen. "Es kann nicht sein, dass unsere Haustiere gefährdet werden, wenn Rotten von Schwarzwild unbehelligt durch Städte und Gemeinden ziehen", sagte Albers.

Die Entlebucher Sennenhündin Kessy wurde von Wildschweinen attackiert und tödlich verletzt. Foto: Hans-Joachim Gohl Vergrößern
Die Entlebucher Sennenhündin Kessy wurde von Wildschweinen attackiert und tödlich verletzt. © Hans-Joachim Gohl

Rotten von Wildschweinen sorgen in Stahnsdorf immer wieder für Ärger. Die Bogenjagd war als Alternative zur Jagd mit dem Gewehr in dem dicht besiedelten Gebiet ins Auge gefasst worden. Das Umweltministerium hatte im Juni das Pilotprojekt für eine mögliche Bogenjagd allerdings gestoppt, weil sich keine wissenschaftliche Einrichtung fand, die dies begleiten wollte. Derzeit wird von bis zu 100 Tieren ausgegangen, die durch den Ort ziehen.

(dpa/ Die Märkische Allgemeine hatte zuerst darüber berichtet)

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