In Potsdam-Mittelmark sind nach Angaben des Gesundheitsamtes aktuell 570 Menschen akut an Covid-19 erkrankt (Symbolbild).  Foto: Hans Klaus Techt/APA/dpa
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Corona-Lage in Potsdam-Mittelmark Landkreis stellt Gesundheitsamt neu auf

30 Neuinfektionen am Montag registriert, 25 davon in Michendorf. Zwei Corona-Tote in Kleinmachnow. Landrat Wolfgang Blasig (SPD) kehrt nach Herzinfarkt am Mittwoch ins Amt zurück.

Kleinmachnow/Bad Belzig - Innerhalb der vergangenen 24 Stunden sind zwei weitere Menschen aus Potsdam-Mittelmark  an oder mit dem Coronavirus gestorben. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Gesundheitsamtes vom Montag hervor. Nach Angaben der Behörde kommen beide Verstorbene aus Kleinmachnow. Insgesamt sind damit seit Beginn der Pandemie 71 Menschen aus Potsdam-Mittelmark in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. 

Verzögerung bei der Übermittlung der Fallzahlen

Wie das Gesundheitsamt am Montag mitteilte, wurden 30 neue Corona-Fälle im Landkreis verzeichnet. Davon wurden alleine 25 Neuinfektionen in Michendorf gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt im Vergleich zum Sonntag unverändert bei 121,90. Wegen des Jahreswechsels rechnet das Gesundheitsamt jedoch mit einer verzögerten Erfassung der tatsächlichen Fallzahlen. Erst in den kommenden Tagen würden die Daten aufgearbeitet. Insgesamt wurden in Potsdam-Mittelmark seit Pandemiebeginn bislang 3476 laborbestätigte Infektionen erfasst. 2841 Menschen gelten als genesen.

Doch es gibt auch positive Nachrichten: Am Mittwoch (6.1.) wird Landrat Wolfgang Blasig (SPD)  seine Arbeit wieder aufnehmen. Das teilte eine Kreissprecherin am Montag auf PNN-Anfrage mit. Zunächst werde der Landrat im Homeoffice arbeiten. Wie berichtet hatte Blasig im November einen Herzinfarkt erlitten und sich nach einem Klinikaufenthalt anschließend zuhause erholt. Der 1. Beigeordnete des Landkreises, Christian Stein (CDU), hatte seither die Amtsgeschäfte übernommen.

Aufgaben zur Pandemiebekämpfung werden gebündelt

Wie berichtet plant der Landkreis das Gesundheitsamt in Beelitz-Heilstätten zu zentralisieren. Derzeit ist die Behörde auf vier Standorte in Teltow, Werder (Havel), Bad Belzig und Brandenburg an der Havel verteilt. Für den geplanten Containerbau am Feuertechnischen Zentrum (FTZ) in Beelitz-Heilstätten liege bereits eine Baugenehmigung vor, bestätigte eine Kreissprecherin. Da jedoch nicht vor Mai mit einer Fertigstellung zu rechnen ist, wird das Gesundheitsamt nun zur besseren Koordinierung umstrukturiert. So sollen die verschiedenen Aufgabenbereiche der Behörde bei der Bekämpfung der Pandemie, etwa die Kontaktpersonenverfolgung oder das Erfassen von positiven Befunden, jeweils an einem der vier Standorte gebündelt werden, so die Sprecherin. 

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Das ermögliche, so viele Prozesse wie möglich zusammenzufassen und zu verkürzen. Die Quarantänebescheide sollen zudem in Zukunft nur noch maschinell erstellt werden. Auch ist geplant, die mittlerweile fast 80 Mitarbeitenden, die sich mit dem Infektionsgeschehen im Landkreis beschäftigen, noch einmal durch Mitarbeiter der Verwaltung aufzustocken, so die Sprecherin. Der für die Umstrukturierung nötige Umzug von Mitarbeitern an die jeweiligen Standorte werde voraussichtlich bis Ende Januar vollzogen sein.



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