Der Kinderbauernhof in Groß Glienicke. Foto: Andreas Klaer
© Andreas Klaer

Leserpost Vollkommen fassungslos

Zu den Schwierigkeiten auf dem Kinderbauerhof Groß Glienicke haben die PNN Leserpost bekommen. 

„Rückschlag für Kinderbauernhof in Groß Glienicke“ vom 20. September


Vollkommen fassungslos habe ich Ihren Artikel über eine eventuelle Schließung des Kinderbauernhofs in Groß Glienicke gelesen. Alle Argumente des Baubeigeordneten Bernd Rubelt und der zitierten Verwaltungsmitarbeiterin sind so substanzlos – einfach „Nein, das geht nicht“ in so einem Fall ist verantwortungslos und menschenverachtend. Es kann sein, dass dem Besitzer Herrn Fruth ein Fehler unterlaufen ist, er zu gutgläubig war und Leuten vertraut hat, denen er besser nicht vertraut hätte. Fehler machen wir alle. Selbst Politiker. Man versteht allerdings überhaupt nicht, warum keiner – außer die Grünen und die Partei Die Andere – eine ernsthafte Lösung zur Fortführung des Projekts wünscht, die Herrn Fruth und seine Familie nicht in den Ruin treiben würde. Einen alternativen Standort vorzuschlagen, ist nur zynisch. Hier scheint etwas zu laufen, was man als Normalbürger nicht versteht und was nur mit Intrigen innerhalb des Rathauses zu erklären ist, wie Herr Albrecht zu Recht vermutet. Wer einmal auf dem Hof war, die Menschen und Tiere dort kennengelernt hat, würde sich auf jeden Fall nicht von dem Fehlen einer schriftlichen Baugenehmigung – für ein Gelände, auf dem seit Jahrzehnten Gebäude stehen – davon abhalten lassen, wiederzukommen. Vielmehr sollten alle Kräfte zusammen helfen, um so ein positives, wichtiges Projekt zu erhalten und um nach Kompromissen und Lösungen zu suchen, die sicher zu finden sind!

Gea Gosse Mariano, Berlin


Ich kenne diese Anlage, auf dem der Kinderbauernhof steht, so ziemlich seit sie der heutige Besitzer übernommen hat. Ich dachte damals, er sei verrückt, sich so ein baufälliges Gelände an das Bein zu binden – aber es war eben sein Traum, daraus etwas Sinnvolles zu machen. Mit eigenen Investitionen und noch mehr Herzblut hat er dann das Gelände saniert und ein kleines Schmuckstück daraus gemacht. Da stellt also mal jemand eine Initiative auf die Beine, die dem Gemeinwohl nützt – und dann wird diese Initiative mit fadenscheinigen und unverhältnismäßigen Argumenten zunichte gemacht? Ich bin selbst kein Nutznießer des Kinderbauernhofs. Ich finde es aber unglaublich, wenn jetzt das Bauamt, obwohl über die Jahre eingebunden, so tut, als wäre die Nutzung nicht stets klar gewesen.

Volker Strönisch, Berlin


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