Die Karstadt-Filiale in Potsdam könnte bald Geschichte sein.   Foto: Ottmar Winter PNN
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Kommentar | Karstadt-Rettung Es blieb bei Gesprächstherapie

Karstadt in Potsdam droht das Aus. Am Dienstag war das Kaufhaus Thema ein Sondersitzung des Ausschusses für Bauen, Stadtentwicklung und Wirtschaft. Man hätte auch über das Wetter reden können, meint Marco Zschieck.

Die Folgen der Corona-Pandemie gehen weit über das Gesundheitliche hinaus. Das wird immer deutlicher. Aktuelles Beispiel ist das Karstadt-Kaufhaus in Potsdam. Den ohnehin angeschlagenen Konzern hat die Krise voll erwischt. Die Potsdamer Filiale steht mit zur Disposition, obwohl sie sich zuletzt gut entwickelt hat. 

Da ist es ein gutes Zeichen, dass die Beteiligten nach einer konstruktiven Lösung suchen. Eine Innenstadt ohne Kaufhaus wäre ein schwerer Schlag für den gesamten Einzelhandel. Die Diskussion zeigt allerdings auch die begrenzten Handlungsmöglichkeiten auf. Zwar kann man als Bürger, Konsument oder Stadtpolitiker besorgt sein, entscheidend ist aber, wie sich die sich die Führung der Kaufhauskette und der Vermieter verhalten. Arbeiten sie zusammen oder gegeneinander? 

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Dazu kann man eine Meinung haben, verordnen kann man eine Einigung jedoch nicht. Da verhandeln Unternehmen miteinander. Entsprechend verlief die eigens einberufene Sondersitzung des Ausschusses für Bauen, Stadtentwicklung und Wirtschaft: Man hörte sich an, was Filialleiter und Einzelhandelsvertreter zu sagen haben. Am Ende stand ein Appell. Mehr war auch nicht möglich. Das war vorher klar. Man hätte auch über das Wetter reden können. Es blieb also bei Gesprächstherapie.


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