Das Potsdam Museum eröffnet am 16. März zunächst wieder die Sonderausstellung zu Frank Gaudlitz. Foto: Frank Gaudlitz
© Frank Gaudlitz

Update Lockerungen im Kultur-Bereich Potsdams Museen öffnen - vorerst

Meistens mit Voranmeldung und Zeitfenster, immer mit Abstand und Maske: Auch Potsdams Museen und Galerien dürfen wieder öffnen. Wer hat was vor? Ein Überblick

Potsdam - Nach Museum Barberini, mehreren Galerien und der Villa Schöningen beenden am Dienstag auch die städtischen Museen den Lockdown. Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte hat die Wiedereröffnung der Ausstellung „Mensch Brandenburg“ angekündigt - und diese bis 5. April verlängert. Anmeldungen unter Tel.: (0331) 620 8550 oder per E-Mail an [email protected] sind mindestens einen Tag vorher erforderlich, Besuchszeiten beginnen zur vollen Stunde.

Auch Potsdam Museum und Naturkundemuseum öffnen am Dienstag. Im Potsdam Museum ist zunächst nur die Sonderausstellung zu Frank Gaudlitz zugänglich. Auch hier gilt: Einlass nur mit Voranmeldung und nach Buchung eines Zeitfensters. Telefonische Anmeldungen sind für das Potsdam Museum unter der Tel.: (0331) 2896868 möglich, für das Naturkundemuseum unter Tel.: (0331) 2896707.

Das Filmmuseum öffnet gleich drei Ausstellungen

Das Filmmuseum Potsdam nimmt ab Mittwoch (17.3.) wieder den Betrieb auf - dafür gleich dreifach: Es öffnet seine Ständige Ausstellung sowie die Sandmann-Schau und die Foyerausstellung „111 Jahre Kino in Potsdam“. Ab heute ist auch hier eine Terminvergabe unter Tel.: (0331) 2718112 geschaltet. Angeboten werden Zeitfenster im Zwei-Stunden-Takt ab 10 Uhr. Für den Besuch sind 90 Minuten vorgesehen. Der Kinosaal wird frühestens ab 1. April eröffnet. Das Programm soll dann zunächst eine Vorstellung pro Abend und einen Kinderfilm an den Wochenendnachmittagen umfassen. Das Tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutzes ist auch während der Vorführungen Pflicht.

Wieder da. Das Filmmuseum öffnet am 17. März drei Ausstellungen, darunter auch die erfolgreiche Sandmann-Schau. Foto: ZB Vergrößern
Wieder da. Das Filmmuseum öffnet am 17. März drei Ausstellungen, darunter auch die erfolgreiche Sandmann-Schau. © ZB

Und Potsdams Schlösser?

Insofern es das Infektionsgeschehen zulässt, sind bald auch wieder einige Schlösser zu besichtigen. Das Belvedere auf dem Pfingstberg will ab 20. März wieder öffnen, auch hier ist eine vorherige Terminvergabe über die Homepage des Museums nötig. Ab 1. April öffnet die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten neben den Schlössern Charlottenburg, Rheinsberg und Paretz auch Schloss Sanssouci - mit einer Öffnungszeit bereits ab 9 Uhr. Tickets sind auch hier vorher online zu buchen.

Abzuwarten bleibt, was davon realisiert werden kann: Sollte die Sieben-Tage-Inzidenz in Potsdam über 100 steigen, sieht das neue Corona-Konzept der Stadt unter Umständen eine neuerliche Schließung aller kommunalen Museen und Kultureinrichtungen vor.

Neue Ausstellung im Museumshaus Im Güldenen Arm

Unter den Schnellsten waren die, die schon am längsten warteten: Das Museumshaus Im Güldenen Arm öffnete am 10. März als einer der ersten Ausstellungsorte in Potsdam wieder für Publikum. Seit Anfang November hing dort die Ausstellung „Alles ist möglich. Künstlerische Reflexionen um 1990“. Der Lockdown machte eine Eröffnung unmöglich, jetzt war es soweit. Aber nur für kurze Zeit: Bis Sonntag konnte die Schau besucht werden. Am kommenden Sonntag (21.3.) kommt schon Gudrun Brüne. 

Nicht nur im Güldenen Arm gibt es viel Nachholbedarf. Seit November waren Museen und Galerien zu; seit 8. März dürfen sie wieder öffnen. Ein „dringend benötigter Hoffnungsschimmer“, so Kulturministerin Manja Schüle. So groß die Freude ist: Ganz von heute auf morgen machbar ist das nicht. Vielerorts rechnete man nicht mit Lockerungen vor Ostern.

Die Ausstellung "Alles ist möglich: Künstlerische Reflexionen um 1990" war im Museumshaus Im Güldenen Arm zu sehen. Foto: Ottmar Winter PNN Vergrößern
Die Ausstellung "Alles ist möglich: Künstlerische Reflexionen um 1990" war im Museumshaus Im Güldenen Arm zu sehen. © Ottmar Winter PNN

Karten für Rembrandt gibt es seit dem 10. März

Am Museum Barberini ging die Wiederöffnung mit einer neuen Ausstellung einher: Seit 13. März ist am Alten Markt „Rembrandts Orient“ zu sehen (bis 27. Juni). Die Karten dafür sind in erprobter Weise online buchbar – jeweils für die drei nächsten Wochentage. Bei den Schutz- und Hygienemaßnahmen verlässt sich das Museum wie die anderen großen Häuser auch auf im Lockdown entwickelte Maßnahmen: eine starke Besucherzahlbegrenzung, Regulierung der Besucherströme durch Zeitfenster-Tickets, eine optimierte Besucherführung im Haus, vermehrte Reinigung neuralgischer Punkte. Karten für Zeitfenster gibt es seit 10. März über die Webseite des Museums.

[Was ist los in Potsdam und Brandenburg? Die Potsdamer Neuesten Nachrichten informieren Sie direkt aus der Landeshauptstadt. Mit dem neuen Newsletter Potsdam HEUTE sind Sie besonders nah dran. Hier geht's zur kostenlosen Bestellung.]

Auch der Potsdamer Kunstverein und der Verein KunstHaus stellen neue Schauen vor: In der Guten Stube zeigt der Potsdamer Kunstverein bereits seit 8. März Werke von Hubert Globisch und Alice Bahra. Das KunstHaus im Ulanenweg eröffnete am 14. März von 14 bis 19 Uhr „Polygraph“ von Christian Schwarzwald. Anders als in der Guten Stube wird hier erst bei einer Inzidenz ab 50 um Anmeldung gebeten. Diesen Wert hatte Potsdam am Freitag (12.3.) überschritten.

Ebenso handhabt das die Villa Schöningen. Sie ist seit 12. März wieder offen und zeigt noch bis einschließlich Ostermontag die im Oktober eröffnete Ausstellung „Art. 8 GG Versammlungsfreiheit“. Die Schau ist freitags bis sonntags 12 bis 18 Uhr zu besuchen, bei einer Inzidenz bis 50 werde keine vorherige Anmeldung benötigt. 

Jedoch würden vor Ort die Kontaktdaten von Besucher:innen aufgenommen, sagt Leiterin Sonia Gonzalez. Mindestabstände und Maskenpflicht sind zu beachten.

Sonia González, Leiterin der Villa Schöningen Potsdam, beendet den Lockdown. Foto: Villa Schöningen Vergrößern
Sonia González, Leiterin der Villa Schöningen Potsdam, beendet den Lockdown. © Villa Schöningen
Zur Startseite