Der Doktorand hat an der Jura- Fakultät der Uni Potsdam promoviert. Foto Manfred Thomas
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Wissenschaft Potsdam Promotion zu Kryptowährungen prämiert

Potsdamer Doktorand für juristische Arbeit zu virtuellen Währungen im Steuerrecht ausgezeichnet

Potsdam - Für seine Dissertation zum Thema „Virtuelle Währungen im System des deutschen Steuerrechts“ hat der Potsdamer Jurist David Hötzel den Justizpreis „Berlin-Brandenburg“ erhalten. Der Preis für herausragende Doktorarbeiten ist mit 5000 Euro dotiert. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich Rechtswissenschaft zu fördern und dabei den Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis zu stärken“, sagte Brandenburgs Justizminister Stefan Ludwig. Hötzels Arbeit werde dem Transfergedanken in besonderem Maße gerecht, weil sie einen wichtigen Beitrag zur juristischen Durchdringung von Kryptowährungen und Erscheinungsformen der Blockchain-Technologie leiste, so Ludwig.

Virtuelle Währungen in das System des Ertrag- und Umsatzsteuerrechts eingeordnet

In seiner Publikation befasst sich der Preisträger mit der rechtlichen, insbesondere steuerrechtlichen Bewertung von Kryptowährungen wie Bitcoins. 

Andreas Musil, Professor für Öffentliches Recht an der juristischen Fakultät der Potsdamer Universität, ist stolz auf den Absolventen der Uni.   Foto: Karla Fritze/UP Vergrößern
Andreas Musil, Professor für Öffentliches Recht an der juristischen Fakultät der Potsdamer Universität, ist stolz auf den Absolventen der Uni.   © Karla Fritze/UP


Damit können virtuelle Währungen in das System des Ertrag- und Umsatzsteuerrechts eingeordnet werden. 

Hötzel promovierte am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Verwaltungs- und Steuerrecht, von Professor Andreas Musil an der Universität Potsdam, der auch Vizepräsident für Lehre und Studium der Uni ist.  „Ich bin stolz, dass an unserer Juristischen Fakultät Dissertationen von derart herausragender Qualität entstehen", sagte Musil.  Die Arbeit von David Hötzel werde den wissenschaftlichen Diskurs über rechtliche Fragen der Digitalisierung sicher bereichern, so Musil.

Herausragende wissenschaftliche Leistung

Seit 2011 wird der Preis im jährlichen Wechsel von den Ländern Berlin und Brandenburg für eine herausragende, durch eine Dissertation belegte wissenschaftliche Leistung vergeben. Die Länder verleihen den Preis im Gedenken an den preußischen Justizreformer Carl Gottlieb Svarez (1776–1798), dessen Anliegen es war, die komplexen Regelungen des Rechts allgemeinverständlich darzustellen.


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