Die Uni Potsdam nimmt Forscher auf, die sich in ihrem Heimatland in einer brenzligen Situation befinden, und profitiert selbst davon. Foto: Andreas Klaer
© Andreas Klaer

Philipp Schwartz-Initiative Die Universität Potsdam erhält zwei Schwartz-Stipendien

Zwei gefährdete Wissenschaftler finden in Potsdam Obdach - ab Juli 2019 forschen beide an der Potsdamer Universität.

Potsdam - Die Universität Potsdam hat zwei Stipendien der Philipp Schwartz-Initiative für gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten. Damit hat die Hochschule bereits zum dritten Mal die Möglichkeit Wissenschaftler, die in ihren Heimatländern nicht frei arbeiten können beziehungsweise verfolgt werden, an der Potsdamer Hochschule forschen zu lassen.

Ab Juli 2019 wird eine in ihrer Heimat bedrohte Forscherin an der Humanwissenschaftlichen sowie an der Philosophischen Fakultät zu Gast sein und für zwei Jahre als Philipp Schwartz-Stipendiatin arbeiten. Ein weiterer Stipendiat wird an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät tätig sein.

Seit 2017 ist die Uni Potsdam Mitglied von Scholars at Risk

Die beiden Stipendiaten würden nicht nur durch die gastgebenden Wissenschaftler betreut, so die Uni-Pressestelle. „Ihnen stehen darüber hinaus die zahlreichen Angebote für Forschende aus aller Welt zur Verfügung - von der grundlegenden Unterstützung durch das Welcome Center über Sprachkurse bis zu den Angeboten der Potsdam Graduate School zur Weiterqualifizierung und Karriereplanung“, hieß es von der Uni.

Seit März 2017 ist die Universität Potsdam Mitglied im weltweiten Scholars at Risk (SAR) Network. Darin haben sich mehr als 500 akademische Einrichtungen aus 39 Ländern zusammengeschlossen, um verfolgte Forscher zu unterstützen und die Freiheit der Wissenschaft zu verteidigen.

Das Auswärtige Amt und Stiftungen finanzieren die Initiative

Die Philipp Schwartz-Initiative wurde von der Alexander von Humboldt-Stiftung gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt ins Leben gerufen und ermöglicht Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland die Verleihung von Stipendien für Forschungsaufenthalte an gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Finanziert wird sie unter anderem durch das Auswärtige Amt und verschiedene Stiftungen.

Zur Startseite