Absolventen des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts feiern ihren Abschluss im Informatikfach IT-Systems Engineering. Foto: pa/obs/HPI Hasso-Plattner-Instit
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Hasso-Plattner-Stiftung finanziert Institut mit New York Plattner-Institut expandiert nach New York

Das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut baut eine richtungsweisende Digital-Health-Kooperation mit der größten Universitätsklinik von New York auf. 

Potsdam. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) expandiert nach New York. Wie das HPI am Donnerstag mitteilte, will es gemeinsam mit dem renommierten Universitätsklinikum Mount Sinai Health System (MSHS) das Hasso Plattner Institute for Digital Health at Mount Sinai (HPIMS) gründen. Ein entsprechende Kooperationsvertrag soll am heutigen Freitag in New York unterzeichnet werden. 

Ziel des Vorhabens ist es, mit künstlicher Intelligenz und der Echtzeitanalyse von Gesundheitsdaten, Sensortechnologien und Genomanalysen Leben zu retten und Krankheiten zu verhindern. Zudem soll die Forschung im Bereich der digitalen Medizin weiter ausgebaut und die Entwicklung von Digital-Health-Anwendungen vorangetrieben werden, so das HPI. Die Echtzeitanalyse von Gesundheitsdaten und künstliche Intelligenz sollen demnach Patienten früher über mögliche Gesundheitsrisiken aufklären und geeignete vorbeugende Maßnahmen ermöglichen, hieß es. „Der Vertrag schafft optimale Voraussetzungen für neue gemeinsame Forschungsprojekte im Bereich der digitalen Medizin“, sagte HPI-Direktor Christoph Meinel.

Plattner-Stiftung gibt 15 Millionen US-Dollar

Das neu gegründete Institut soll gemeinsam geleitet werden von HPI-Professor und Leiter des HPI Digital Health Centers, Erwin Böttinger, und Joel Dudley, PhD, Associate Professor of Genetics and Genomics at the Icahn School of Medicine at Mount Sinai und Director for Mount Sinai’s Institute for Next Generation Healthcare. 

Die von Potsdam-Mäzen Hasso Plattner gegründete Stiftung finanziert die Digital Engineering-Fakultät an der Universität Potsdam. Foto: Uwe Anspach/dpa Vergrößern
Die von Potsdam-Mäzen Hasso Plattner gegründete Stiftung finanziert die Digital Engineering-Fakultät an der Universität Potsdam. © Uwe Anspach/dpa

Die Hasso Plattner Stiftung stellt demnach in den nächsten fünf Jahren 15 Millionen US-Dollar für das HPIMS bereit. „Mit dem zukunftsweisenden HPI-Mount Sinai Digital Health Projekt werden das Mount Sinai Health System und das Hasso Plattner Institute gemeinsam bahnbrechende digitale Gesundheitsdienste mit Bürgern und Bürgerinnen im Mittelpunkt schaffen“, sagte der HPI-Professor und Leiter des Digital Health Centers, Erwin Böttinger.

Führende medizinische Hochschule 

Das Mount Sinai Health System gilt als größter Anbieter einer integrierten Versorgung in New York. Es umfasst acht Krankenhäuser, eine führende medizinische Hochschule und verfügt über ein großes Netzwerk ambulanter OP-Praxen im Großraum New York. An der Potsdamer Digital Engineering Fakultät wird in Kooperation von Universität Potsdam und Hasso-Plattner-Institut ein ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium angeboten. Die Hochschule selbst bezeichnet das Studienangebot als besonders praxisnah und deutschlandweit einmalig. 

Erwin Böttinger ist Mediziner und leitet das Digital Health Center am Hasso-Plattner-Institut. Foto: Promo Vergrößern
Erwin Böttinger ist Mediziner und leitet das Digital Health Center am Hasso-Plattner-Institut. © Promo


Die sechste Fakultät der Potsdamer Universität wird komplett von der Plattner-Stiftung finanziert, bundesweit ist sie die erste privat- öffentliche Zusammenarbeit ihrer Art. Schwerpunkt in Lehre und Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme.

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