Demonstranten vor dem John F. Kennedy International Airport in New York, USA, nachdem dort zwei irakischen Flüchtlingen die Einreise verwehrt worden ist. Foto: C. Ruttle/AP/dpa
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Hasso-Plattner-Institut Potsdam HPI kritisiert US-Einreiseverbot

Yvonne Jennerjahn

Der Direktor des Hasso-Plattner-Instituts kritisiert das US-Einreiseverbot. Auch HPI-Forscher seien betroffen.

Potsdam - Das US-Einreiseverbot stößt auch in Brandenburg auf scharfe Kritik. Das von US-Präsident Donald Trump erlassene Einreiseverbot für Staatsangehörige aus sieben muslimischen Ländern sei ein Schlag gegen internationale Forschungsprogramme und bedrohe die internationale Zusammenarbeit in der Wissenschaft, kritisierte der wissenschaftliche Direktor des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik (HPI), Christoph Meinel, am Montag in Potsdam. Betroffen seien auch Forscher des HPI.

Wissenschaft lebe von Weltoffenheit

Unmittelbar von dem Dekret betroffen ist den Angaben zufolge am HPI eine Doktorandin, die seit Jahren enge Kontakte in die USA pflegt und einen einmonatigen Forschungsaufenthalt für Februar 2017 geplant hatte. Trotz eines gültigen Visums werde sie der Einladung der Stanford University nun nicht folgen können, hieß es. „Wir sind am HPI stolz auf unsere langjährige Zusammenarbeit mit der Stanford University“, betonte Meinel. Wissenschaft lebe von Weltoffenheit.

Das HPI in Potsdam ist den Angaben zufolge Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems-Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland biete das HPI den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ als praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium an, hieß es. Derzeit seien dort rund 500 Studierende eingeschrieben. (epd)

 

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