Das Hasso Plattner Institut Potsdam. Foto: Andreas Klaer/PNN
© Andreas Klaer/PNN

Gala und Konferenz zum Jubiläum 20 Jahre Hasso-Plattner-Institut in Potsdam

Vor 20 Jahren gründete Hasso Plattner in Potsdam das HPI. Mittlerweile gibt es dort 23 Professuren. Und auch die nächste Erweiterung ist schon in vollem Gange. 

 Das Potsdamer Instituts für Digital Engineering an der Universität Potsdam (HPI) feiert sein 20-jähriges Bestehen. Vom 28. bis 30. Oktober wird dieses mit einer festlichen Gala und einer zweitägigen Konferenz zum Thema „Designing Digital Transformation“ begangen. 

Das von Hasso Plattner gegründete HPI hatte mit drei Professuren begonnen, demnächst sind es 23. Das Institut wurde stetig ausgebaut und ist mittlerweile Kern der Digital Engineering Fakultät der Universität Potsdam. Das Institut zählt heute mehr als 1000 Absolventen in führenden Positionen rund um die Welt, es gibt Projektpartnerschaften in Wirtschaft und Gesellschaft, ein Schwesterinstitut an der Stanford Universität sowie Außenstellen in den USA, Israel, China und Südafrika.

Hasso Plattner habe früh den steigenden Bedarf an IT-Fachkräften vorhergesehen, so das Institut. Er finanziert durch seine Stiftung die Forschung und Lehre am HPI und engagiert sich auch selbst als Leiter des Fachbereichs „Enterprise Plattform and Integration Concepts“ mit zahlreichen Doktoranden. 

Am neuen Waldcampus drehen sich die Kräne

Bald soll wie berichtet auch ein neuer, hochmoderner Campus für rund 1500 Studenten mitten im Wald entstehen. Bei der Erweiterung der Digitalen Fakultät des HPI orientiert sich Plattner an der kalifornischen Elite-Universität Stanford. Gut anderthalb Jahre nach den ersten Planungen drehen sich jetzt auf dem Areal zwischen Universitätshauptgebäude und August-Bebel-Straße die Kräne. 

Mit dem Bau des ersten großen Neubaus auf dem Gelände sei bereits begonnen worden, sagte eine Sprecherin der Bauherrin der Hasso-Plattner-Stiftung den PNN auf Anfrage. Der Dreigeschosser, der sich architektonisch an den angrenzenden Institutsgebäuden orientiert, soll Hörsäle, Büros und Seminarräume beherbergen. Auch IT-Technik und Serverräume sollen in dem Gebäude untergebracht werden – und ein Bistro für die Studenten.

Die geplante massive Erweiterung des HPI auf zwei Waldflächen nördlich und südlich der Bahn an der August-Bebel-Straße war anfangs nicht nur positiv aufgenommen worden. So hatte es Kritik von Teilen der Stadtpolitik und Umweltschützern gegeben, weil für den Waldcampus auch etliche Bäume gefällt werden mussten. Danach wurde in einem Werkstattverfahren eine Kompromissvariante erarbeitet, bei der mehr als 70 Prozent des Baumbestandes erhalten bleiben können.

Unterdessen feilt die Stadt weiter am Bebauungsplan, der Grundlage für die Entwicklung des Areals ist. Bis zum Jahresende sollen die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung ausgewertet und die erforderlichen Gutachten, etwa zum Artenschutz, vorliegen. Auf Basis des entsprechenden B-Plan-Entwurfs wolle man dann „in den ersten Monaten“ des nächsten Jahres mit der Plattner-Stiftung einen städtebaulichen Vertrag verhandeln, sagte eine Rathaussprecherin den PNN. Wann die Campus-Entwicklung abgeschlossen wird, ist unklar. Der Bauherr spricht von einem „angemessenen Wachstumsprozess im Verlauf mehrerer Jahre“. Entstehen könnten laut B-Plan bis zu acht neue Gebäude für den Lehrbetrieb.

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