Der deutsche Forschungseisbrecher Polarstern. Foto: Stefanie Arndt/promo
© Stefanie Arndt/promo

Expedition in die Arktis Potsdamer Forscher zurück auf der Polarstern

Janet Binder

Wegen des Coronavirus musste die Reise des Forschungsschiffs unterbrochen werden, nun soll es wieder in die Arktis aufbrechen. Es fehlen jedoch Daten eines Monats.

Potsdam - Nach dem Personalwechsel in Spitzbergen soll das deutsche Forschungsschiff „Polarstern“ nun wieder in die zentrale Arktis aufbrechen. Dort werden die wissenschaftlichen Untersuchungen der einjährigen „Mosaic“-Expedition fortgesetzt, wie Projektleiter Markus Rex von der Potsdamer Forschungsstation des  Alfred Wegener Instituts sagte. 

Die „Polarstern“ musste wegen der Corona-Pandemie ihre Eisdrift unterbrechen, um die neue 100-köpfige Mannschaft an Bord nehmen zu können und die alte an Land gehen zu lassen. Ursprünglich vorgesehene Flüge hatten wegen der Corona-Beschränkungen abgesagt werden müssen. Die Unterbrechung der Expedition habe zur Folge, dass am Ende Daten eines Monats fehlten, was aber verkraftbar sei, sagte Rex, der nun zurück an Bord ist. 

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Markus Rex, der Potsdamer Leiter des Forschungsteams auf dem Forschungsschiff "Polarstern". Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa Vergrößern
Markus Rex, der Potsdamer Leiter des Forschungsteams auf dem Forschungsschiff "Polarstern". © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

„Das Eis wird dünner“

Dies sei allerdings zu verschmerzen angesichts dessen, dass weltweit wegen Corona Forschungsexpeditionen vorzeitig beendet werden mussten. „Wir machen weiter“, betonte der Potsdamer Forscher. „Auch „Mosaic“ drohte der Abbruch“, betonte Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU). Nur mit dem „unbedingten Willen“ aller Akteure sei es gelungen, eine Lösung zu finden. 

Nun beginne mit der Eisschmelze in der Arktis eine neue Phase der Forschungsarbeit. „Das Eis wird dünner“, sagte Rex. Für den erneuten Aufbau der Messgeräte stelle dies eine Herausforderung dar. Die Rückkehr der „Polarstern“ nach Bremerhaven werde wie geplant für Oktober erwartet. Die Wissenschaftler versprechen sich von den gewonnenen Daten neue Erkenntnisse über den weltweiten Klimawandel. (mit Kix)


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