Sandkasten für Große. Eine kleine Welt mit Regen, Erosion und Flüssen bauen. Foto: GFZ
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Die Lange Nacht der Wissenschaften in Potsdam und Berlin Schlaue Nachtwanderungen

Ab Samstagnachmittag startet die Lange Nacht der Wissenschaften in Potsdam und Berlin. Die PNN geben einen Überblick über die Highlights in Potsdam.

20 Routen führen am Samstag ab 17 Uhr durch die Lange Nacht der Wissenschaften – Busse bringen Besucher zu den Wissensorten der Region. Vom Potsdamer Telegrafenberg und Berlin-Wannsee über den Südwesten Berlins in die City-West und ins Zentrum der Hauptstadt, weiter nach Buch im Nordosten und in den Südosten mit Adlershof und Schöneweide. 2000 Veranstaltungen, 74 Hochschulen und Institute, das alles lässt sich in einer Nacht mit einem einzigen Ticket (zugleich Fahrkarte, 14/9 Euro) erschließen. Für Potsdamer bietet sich an, die Runde auf dem Telegrafenberg zu beginnen. Einige der Potsdamer Höhepunkte haben die PNN zusammengestellt.

 

Eine kleine Welt bauen

Am Deutschen Geoforschungszentrum (GFZ) kann man auf und unter die Erde schauen – und experimentieren. Dazu gibt es beispielsweise eine Sandbox, in der man sich wie im Sandkasten eine Landschaft bauen kann, auf die es dann regnet, wo sich Flüsse, Bäche, Erosionsrinnen bilden (vor Haus H). Zudem gibt es ein Laserteleskop zum Anpeilen der GFZ-Satelliten im All (Haus G) und den GFZ-Klassiker: Erdbeben und Vulkane. In Echtzeit ist zu erleben, wo und wie stark sich auf der Erde gerade etwas bewegt (Haus G).

Kinder können sich am GFZ ein Forscherdiplom erarbeiten, wenn sie einige – lösbare – Aufgaben erledigen (vor Haus H). Oder sie können das Puppentheater „Expedition zum Blauen Planeten“ anschauen: Jochen Pohls Puppenspieler sind einfach die besten: Da lachen nicht nur die Kinder (Aufführung: 17.15, 18.15 Uhr, Dauer: 45 Minuten, Haus H).

 

Eisbären an der Elfenbeinküste

Im Expeditions-Feldlager der Polarforscher (Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, AWI) können Besucher echte Expeditionskleidung anprobieren und sehen, was das wissenschaftliche Team alles benötigt, wenn es auf einer Forschungsreise wochenlang auf sich alleingestellt ist (vor dem Gebäude A43). Das AWI befasst sich mit klimarelevanten Prozessen in den Dauerfrostregionen und in der polaren Atmosphäre der Arktis und Antarktis. AWI-Forscher geben Einblick in ihre Arbeit (Hörsaal A43) – unter anderem um 18.30 Uhr: Sibirischer Kratersee beherbergt spektakuläres Umweltarchiv der Arktis (Georg Schwamborn); um 19.15 Uhr: Klimamessungen auf Spitzbergen (Marion Maturilli) und um 20.45 Uhr: Der Eisbär an der Cote d’Ivoire (Paul Overduin).

 

Einsteins Turm und der Nachthimmel

Laborbesichtigung, Führung und eine Ausstellung vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) gibt es im Einsteinturm ab 17 Uhr (Haus A22). Vom Großen Refraktor kann bei klarer Sicht ab 22 Uhr (nach Einbruch der Dunkelheit) mit einem der größten Linsenteleskope der Welt der Potsdamer Nachthimmel beobachtet werden. Wissenschaftler demonstrieren und justieren das Instrument (Großer Refraktor, Haus A27).

 

Wetterküche und Strahlenmessung

Was die globale Erwärmung für die einzelnen Regionen in Deutschland bedeutet und wo man künftig öfter baden kann, wissen Potsdams Klimaforscher, sie geben Antworten, auch darauf, wie und wo sich die Landwirtschaft auf die Erderwärmung anpassen muss – Infostand im Haus A31 (Rotunde, EG) des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Die interaktive Ausstellung „Die Wetterküche“ setzt Geschichte und Gegenwart der Wetter- und Klimaforschung auf dem Telegrafenberg in Szene. Experten erzählen von Reinhard Süring, einer berühmten Ballonfahrt und dem Weg zur heutigen Forschung der Institute des Wissenschaftsparks – auch für Kinder (bis 21.30 Uhr, Bildungs- und Informationszentrum; Nebengebäude von Haus A62).

Der Deutsche Wetterdienst (in der Säkularstation) zeigt die Räumlichkeiten der Radioaktivitätsüberwachung und informiert zur Überwachung der natürlichen Radioaktivität der Luft und des Niederschlages. Führung ab 17 Uhr alle 45 Minuten (bis 21.30 Uhr, Treffpunkt am Messfeld).

Das ganze Programm gibt es hier >>

 

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