Die Beilage von PNN und der Universität Potsdam Repro: Enrico Bellin
© Repro: Enrico Bellin

Beilage der Universität Potsdam Online-Uni und Bohrkerne als Geschichtslehrer

Jetzt zum Download: Die Universität Potsdam gibt in ihrer Sonderbeilage Einblicke, wie sie die Umstellung aufs digitale Studieren gemeistert hat, wie sie Schülern virtuelle Lernhilfen bietet und welche Forschung aktuell betrieben wird. 

Potsdam - Den Begriff der "kreativen Zerstörung" findet Universitätspräsident Oliver Günther für die Auswirkungen der Coronakrise zutreffend. Die digitale Lehre erhält enormen Rückenwind, so Günther in seinem Leitartikel zur sechsseitigen Sonderbeilage. Die Kust bestehe nun darin, die beste Mischung aus Online- und Präsenzlehre zu finden. "Der derzeit allerorten praktizierte Digitalanteil von 75 bis 100 Prozent kann aus didaktischer – und sozialer – Sicht nicht überzeugen. 

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Hier finden Sie die Beilage zum Download

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Vielleicht ein Viertel erscheint jedoch langfristig sinnvoll, denn digitale Formate haben sich in vielen Kontexten bewährt, auch um der zunehmenden Heterogenität unserer Studierenden gerecht zu werden", schreibt Günther. Die Sonderbeilage zeigt auf, welchen Weg die Uni bisher gegangen ist.

Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam   Foto: Ottmar Winter Vergrößern
Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam   © Ottmar Winter

 

Virtuelle Schule und Ausbildung

Virtuelle Realitäten für den Mathe-Unterricht entwickelt die Mathematikdidaktikerin Lena Florian an der Uni Potsdam. In der Beilage beschreibt sie, warum es Schülern so besser gelingen kann, den Begriff der Unendlichkeit zu verstehen. 

Auch Studenten sollen von VR-Technik profitieren können: Potsdamer Studierende entwickeln eine Plattform, mit der virtuelle Geografieexkursionen möglich sind. Und selbst Auszubildende können mit der VR-Technik virtuell Teile lackieren, was die Umwelt schont und Kosten einspart.

Studierende sind mit 3D-Kameras vor Ort und sammeln Eindrücke für den virtuellen Rundgang. Foto: Nina Brendel Vergrößern
Studierende sind mit 3D-Kameras vor Ort und sammeln Eindrücke für den virtuellen Rundgang. © Nina Brendel

Turbulente Zeiten und Schlosschutz mit Sonden

Als vor rund 400.000 Jahren Verschiebungen der Erdplatten die weiten Grasebenen im Osten Afrikas zerstückelten, führte das zu großen Umbrüchen. Mit Hilfe eines 139 Meter langen Bohrkerns kommen Potsdamer Forscher den Umbrüchen näher, die unter anderem dazu geführt haben könnten, dass sich Menschen über weite Distanzen austauschten. 

Der 139 Meter lange Bohrkern erlaubt Einblicke in die Erdgeschichte. Foto: Simon Riedl Vergrößern
Der 139 Meter lange Bohrkern erlaubt Einblicke in die Erdgeschichte. © Simon Riedl

Ebenfalls im Boden forscht Sascha Oswald, allerdings zur Zukunft: Mit Neutronensonden misst er die Feuchtigkeit in Potsdams Schlossparks und will so der Schlösserstiftung helfen, Methoden zu entwickeln, die die Pflanzen im Park trotz zunehmender Trockenheit schützen.

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