PNN-Beilage "Universität Potsdam" vom 20. Juni 2020. REPRO: PNN
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Beilage der Universität Potsdam Corona, Online-Semester und Erbsenmilch

Jetzt zum Download: Die Universität Potsdam zeigt in ihrer neuen Sonderbeilage in den Samstagsausgaben von PNN und Tagesspiegel, wie sie auf die Corona-Pandemie reagiert, welchen Stellenwert die Wissenschaft in der Krise hat und welche Forschung darüber hinaus aktuell wichtig ist.

Potsdam - Wie sich Risiken besser verstehen lassen und man kompetenter mit ihnen umgehen kann, damit befasst sich das Harding-Zentrum für Risikokompetenz, das der renommierte Psychologe Gerd Gigerenzer am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung 2009 gegründet hatte. Zum Jahresbeginn 2020 war das Zentrum an die Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität  Potsdam gewechselt. Ein Beitrag in der Beilage der Uni Potsdam, die am Samstag, 20. Juni den PNN und dem Tagesspiegel beiliegt, beschäftigt sich nun mit der Frage, welche neuen Aufgaben und Forschungsfelder durch die akut hereingebrochene Corona-Pandemie auf das Zentrum zugekommen sind. Mirjam Jenny, die das Zentrum in Potsdam leitet, erklärt unter anderem, wie sich die Gefahr eines neuartigen, noch kaum erforschten Virus richtig einschätzen lässt. 

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Neue Wege beschreiten

Der Präsident der Universität Potsdam, Oliver Günther, hebt in seinem Leitartikel in der Beilage unter anderem darauf ab, dass Krisen immer auch die Möglichkeit der Reflexion mit sich bringen. So könne man sich "alter Pfadabhängigkeiten" entledigen und neue Wege beschreiten - in Lehre und Forschung sowie im Miteinander der Gesellschaft. Bereits vor Corona habe es für die Gesellschaft große Probleme zu lösen gegeben, etwa die Klimakrise. "Auf dem Weg aus der Krise können wir nun in vielen Lebensbereichen frühere Entscheidungen und vermeintliche Gewissheiten überdenken, um neuen Prioritäten Rechnung zu tragen", schreibt Uni-Präsident Günther nun. 

Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam. Foto: PNN / Ottmar Winter Vergrößern
Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam. © PNN / Ottmar Winter

 So könne man auf neue Erkenntnisse und Erlebnisse reagieren. "Das sollten wir in einer gut funktionierenden Demokratie ohnehin gelegentlich tun".

Herausforderungen für die Demokratie und Bildungsforschung

Darüber hinaus geht es in der sechsseitigen Beilage  unter anderem auch darum, wie Studium und lernen online möglich wird.  Der Potsdamer Bildungsforscher Dirk Richter berichtet über die Herausforderungen, die von einer digitalen Lehre in Schule und Universität ausgehen. 

Gideon Botsch vom Moses Mendelssohn Zentrum. Foto: Tobias Hopfgarten/UP Vergrößern
Gideon Botsch vom Moses Mendelssohn Zentrum. © Tobias Hopfgarten/UP

Der Rechtsextremismusexperte Gideon Botsch vom Moses Mendelssohn Zentrum an der Universität Potsdam (MMZ) spricht des weiteren in einem Interview darüber, was es bedeutet, die Demokratie zu verteidigen. Botsch, der am MMZ die Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus leitet, gibt in dem Gespräch auch  einen Überblick über Populismus und politische Radikalisierung in Deutschland.

Hate Speach und Fragen der Zukunft

Weitere Themen in der aktuellen Uni-Beilage sind unter anderem neue Formen des Mobbing.  So untersuchen Potsdamer Wissenschaftler in einer bundesweit ersten Studie Hate Speach (Hassrede) an deutschen Schulen. Auch aus den Naturwissenschaften kommen Neuigkeiten. So entwickeln Wissenschaftler in Golm unter dem Motto "Erdöl war gestern" Zukunftsstrategien für eine Bioökonomie. Im Fokus stehen dabei Bioplastik, aber auch Algen und Salzpflanzen - beispielsweise für die Ernährung der Zukunft.  Ebenfalls mit der Frage, wie die Menschheit in Zukunft ernährt werden kann, hat sich ein Potsdamer Uni-Start-up befasst. Die Gründer haben eine vegane alternative zur Kuhmilch entwickelt - auf Grundlage von Erbsen



 


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