Susanne Stürmer (55) wurde als Präsidentin der Filmuniversität Babelsberg wiedergewählt Foto: PNN / Ottmar Winter
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Babelsberg Susanne Stürmer bleibt Präsidentin der Filmuniversität

Die amtierende Präsidentin der Filmuniversität Babelsberg, Susanne Stürmer, ist am Montag im Amt bestätigt worden. Sie wurde für weitere sechs Jahre an die Spitze der Hochschule gewählt.

Potsdam - Susanne Stürmer bleibt weiter Präsidentin der Filmuniversität Babelsberg. Der Senat der Hochschule wählte die Filmuni-Professorin für „Produktion Neuer Medien“ am Montag für weitere sechs Jahre. 

Stürmer setzte sich gegen die beiden Mitbewerber Karin Mairitsch und Hubertus von Amelunxen durch, die nicht von der Filmuni kommen. Die Wahl erfolgte turnusgemäß zum Ende der regulären Amtszeit, zum 1. Oktober tritt sie ihr Amt erneut an. 

Profil der Hochschule weiter ausfüllen

 „Ich freue mich sehr über das erneut in mich gesetzte Vertrauen und die breite Unterstützung, die ich im Vorfeld der Wahl aus der ganzen Hochschule erfahren habe. Es ist mir eine Ehre, weiterhin diese besondere Hochschule zu leiten“, sagte die wiedergewählte Universitätspräsidentin am Montag. 

In einem PNN-Interview hatte die 55-Jährige angekündigt, in einer neuen Amtszeit das besondere Profil der Hochschule als künstlerische Universität weiter ausfüllen zu wollen. "Es wird zum Beispiel auch darum gehen, wie die Studiengänge zusammenarbeiten, und darum, wie das Konstrukt Bachelor-Master austariert und weiter verbessert werden kann", sagte sie. "Darin liegt noch viel Potenzial." 

Zudem wolle sie beim Thema Forschung dranbleiben: "Auch was die Forschung in den Künsten anbelangt." In den Bereichen Wissenschaft und Kunst, Technologie und bei den filmischen Inhalten gebe es für die Hochschule ein riesiges Betätigungsfeld. "In der Unterstützung der künstlerischen Forschung und auch der akademischen Karrierewege in den Künsten würde ich gerne in Deutschland insgesamt Durchbrüche sehen, diese Felder sind noch nicht so gut entwickelt wie in der klassischen Wissenschaft." Aus der Filmwirtschaft kommend bezeichnete sie sich auch als eine gute Übersetzerin: "Ich weiß auch, wie die Welt draußen tickt." 

Es gab drei Kandidatinnen und Kandidaten

Stürmer ist seit 2013 Präsidentin der Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“. Stürmer ist stellvertretende Vorstandsvorsitzende des media.net Berlin-Brandenburg. 2016 wurde sie als Vertreterin des Landes Brandenburg in den ZDF-Fernsehrat entsandt. Zudem ist sie Mitglied der Schiedsstelle der ARD ­Landesrundfunkanstalten. Die Findungskommission des Landeshochschulrates hat dem Senat der Filmuni Hubertus von Amelunxen, Karin Mairitsch und Susanne Stürmer zur Präsidenten-Wahl vorgeschlagen. 

Vor den Hochschulmitgliedern hatte Stürmer in der vorigen Woche gesagt, dass die Filmuni stolz auf die Leistungen der letzten Jahre blicken könne. "Jetzt geht es darum, in die Ruhe des Arbeitens zu kommen und die initiierten Projekte fortzuführen und zu vertiefen." Dabei liege der Fokus auf der weiteren Schärfung des Profils als Deutschlands erste und einzige Filmuniversität, die Fortsetzung der Öffnung und der Zusammenarbeit der Hochschule mit externen Partnern sowie die Verbesserung der Rahmenbedingungen der Arbeit innerhalb der Hochschule. 

Als weitere Herausforderungen für die nächsten Jahre nannte sie "die Akzeptanz und den Stellenwert der künstlerischen Forschung in Deutschland voran zu treiben, dies auch im Netzwerk der Kunsthochschulrektorenkonferenz RKK.“

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