Das Baugelände der Tesla-Autofabrik östlich von Berlin. Foto: Patrick Pleul/dpa
© Patrick Pleul/dpa

Elon Musk bei Tag der Offenen Tür anwesend Besucher können erstmals in Teslas Gigafactory in Grünheide

Thorsten Metzner

Am 9. Oktober können Brandenburger und Berliner das E-Auto-Werk in Grünheide besichtigen. Der Tesla-Chef wird selbst da sein. 

Er kommt. "Yes", das twitterte Elon Musk jetzt. Klar, dass es sich der Tesla-Chef nicht nehmen lässt, persönlich dabei zu sein, wenn er am 9. Oktober 2021 erstmals die künftige Europa-Gigafactory in Grünheide ganztägig für die Bevölkerung zur Besichtigung öffnet. Das ist für das Unternehmen, das wegen einer restriktiven Kommunikationspolitik in der Kritik steht, eine Premiere.

Bisher ist das E-Auto-Werk, das seit Sommer 2020 am östlichen Berliner Ring gebaut wird, eine Terra Incognita. Selbst Journalisten dürfen nur selten hinein.
Am Donnerstag hat Tesla erste Details zum Tag der offenen Tür bekannt gegeben, den Elon Musk bei seinem Besuch im August überraschend ankündigte. Auf der Internetseite giga-fest.com können sich Interessierte vorregistrieren.

Tesla lädt demnach „die Bürgerinnen und Bürger aus Brandenburg und Berlin zur Gigafactory County Fair“, um die „fortschrittlichste Serienproduktionsstätte für Elektrofahrzeuge der Welt hautnah“ zu erleben und einen einen „Blick hinter die Kulissen“ zu werfen.

Ausdrücklich wird eine „Factory Tour“ angekündigt, um das Innere der Werkhallen zu besichtigen zu können. Dort laufen derzeit Maschinentests. Vom Bahnhof Fangschleuse werden Shuttle zum Werk fahren.

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„Ich freue mich, dass Tesla auf die Bevölkerung zugeht. Und das in Pandemiezeiten, was die Organisation doch deutlich erschwert“, sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) dazu dem Tagesspiegel. „Der Tag der offenen Tür kann helfen, manche Sorge zu mindern.“ Man könne sich dann selbst ein Bild machen, „was für eine hochmoderne Fabrik für Energiewende und Klimaschutz dort entsteht.“

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Nun hat Tesla weltweit Fans, von denen mancher extra einfliegen würde, um das Werk zu sehen. Wohl deshalb hatte Musk via Twitter präzisiert, dass das Event zwar „generell öffentlich“ sei, Einwohner von Berlin und Brandenburg aber Vorrang haben.

Eintrittskarten sind trotz Voranmeldung nicht garantiert

Tesla weist darauf hin, dass „wegen der Kapazitätsbeschränkungen“ auch mit Voranmeldung Eintrittskarten nicht garantiert sind und dass eine strikte 3G-Regel gelten wird, also Geimpfte, Genesene und Getestete mit Nachweisen Zugang haben. Nach den aktuellen Brandenburger Corona-Regeln dürfen sich bei solchen Veranstaltungen nicht mehr als 5000 Menschen gleichzeitig auf dem Areal aufhalten, wobei Ausnahmen möglich sind.


Tesla will noch 2021 die ersten Fahrzeuge in Grünheide vom Band rollen lassen. Das neue Model Y ist seit August auf dem deutschen Markt, derzeit noch angeliefert aus der Gigafactory Shanghai. Und die Konkurrenz für Tesla wird größer.

So lässt sich Tesla die Gelegenheit nicht entgehen, bei dem Event die Firma und seine Fahrzeuge zu promoten, etwa mit der Möglichkeit, „die einzigartige Beschleunigung des neuesten Tesla Model Y zu erleben“, der aus dem Stand nach Firmenangaben 3,7 Sekunden bis auf 100 Stundenkilometer braucht.

Es werde „zahlreiche Stände rund um Tesla, seine Mission und die Produkte geben“, dazu ein „abwechslungsreiches Rahmenprogramm“, heißt es. Wenn die Fabrik am 9. Oktober die Pforten für die Bevölkerung öffnet, wird das Hauptgenehmigungsverfahren für die Gigafactory in der Endphase sein.

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