Endlich in der 3. Liga getroffen. Rico Engler (rechts), hier im Duell mit Dresdens Paul-Max Walther, besorgte am Freitagabend das 1:1 gegen Dynamo. Fotos: Jan Kuppert
© Fotos: Jan Kuppert

Sport Zum Geburtstag das erste Tor

Michael Meyer

SVB-Stürmer Rico Engler freut sich über seinen Treffer zum 1:1 gegen Dresden

Sein schönstes Geburtstagsgeschenk hat sich Rico Engler selbst gemacht. Am vergangenen Donnerstag wurde der Stürmer des SV Babelsberg 03 24 Jahre jung, tags darauf traf er daheim gegen Dynamo Dresden vor offiziell 6818 Zuschauern zum 1:1-Endstand (PNN berichteten). „Das erste Profi-Tor ist immer etwas Besonderes. Und dann noch vor dieser Kulisse“, sagt Engler, dessen Treffer auf der Tribüne auch seine Eltern Corina und Erwin, Freundin Stephanie und deren Eltern bejubelten.

„Es war ganz wichtig, dass ich getroffen und damit gezeigt habe: Ich kann es doch. Da ist eine große Last von mir gefallen“, meint der Sachse mit der Rückennummer 9 nach seinem ersten Drittliga-Tor, bei dem er nach einem weiten Einwurf Anton Müllers den von Geir Andre Herrem per Kopf verlängerten Ball flach in die Dresdner Maschen jagte. „Mit dem Willen und Einsatz, den wir trotz des Rückstands zeigten, haben wir uns den einen Punkt verdient. Das war ein gerechtes 1:1“, glaubt der schnelle Angreifer, der seinen ganz persönlichen Erfolg nach dem Abpfiff „erst einmal ganz für mich genoss“, wie er selbst erzählt. „In der Kabine haben mich dann alle Mitspieler nochmal umarmt.“ Schließlich sorgte sein Tor dafür, dass der SVB seit nunmehr acht Punktspielen ohne Niederlage ist und damit eine tolle Serie wahrte.

Eine Woche zuvor hatte Rico Engler in Heidenheim die Vorarbeit zu Babelsbergs 1:1 durch Anton Makarenko geleistet, womit der vorzeitige Klassenerhalt des SVB in trockenen Tüchern war. „Danach hat mich der Trainer gelobt, ich hätte für frischen Wind gesorgt. Und ich denke, ich habe jetzt mit dem Tor sein Vertrauen gerechtfertigt“, erzählt der Stürmer, der im vergangenen Sommer vom Oberligisten Lok Leipzig an den Babelsberger Park wechselte und in seiner ersten Saison in der dritthöchsten Liga (noch) nicht über sechs Kurzeinsätze hinaus kam. „Ich hätte mir schon mehr Einsätze gewünscht“, meint er. „Trotzdem war das hier kein verschenktes Jahr, denn mit meiner persönlichen Entwicklung bin ich sehr zufrieden. Im Training habe ich mich merklich weiterentwickelt.“ Natürlich sei er enttäuscht gewesen, wenn er gar nicht im Kader der ersten Mannschaft stand. „Das war schon ziemlich schwer“, gesteht er. „Aber ich habe im Training dann trotzdem immer wieder Gas gegeben, um mich anzubieten.“ Ob er auch künftig das SVB-Trikot tragen wird, weiß der Stürmer bislang nicht; entsprechende Gespräche mit dem Trainer und Sportlichen Leiter Dietmar Demuth gab es seiner Auskunft nach noch nicht. „Ich wäre aber nicht abgeneigt, denn das ist hier ein Super-Team“, meint er.

In der bisherigen Saison stürmte Engler hauptsächlich für die 2. Mannschaft in der Brandenburgliga, in der er in elf Spielen zehnmal traf. Außerdem zeichnete er sich in allen bisherigen Landespokal-Partien des SVB als Torschütze aus; neun Pokaltreffer hat er bisher auf seinem Konto. Am morgigen Dienstag wartet um 18 Uhr im Landespokal-Viertelfinale der Brandenburgliga-Tabellenzweite Blau-Gelb Laubsdorf auf den Drittligisten. „Und dort würde ich natürlich auch gern treffen“, erklärt Rico Engler. Am Wochenende feierte er aber erst einmal bei seinen Eltern daheim in Flößberg bei Borna noch ein bisschen seinen 24. Geburtstag nach.

 

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