Schulterschluss. Der VfL Potsdam und HV Grün-Weiß Werder arbeiten wieder zusammen. Vor zwei Jahren waren sie Kontrahenten in Liga drei. Foto: Julius Frick
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VfL Potsdam und HV Grün-Weiß Werder Neuer Brückenschlag über die Havel

Sie haben zurück zur Handball-Partnerschaft gefunden. Drittligist VfL Potsdam und der Oberliga-Vertreter HV Grün-Weiß Werder lassen ihre Kooperation wieder aufleben. Zusammen mit den Füchsen Berlin entsteht so eine umfassende Förderperspektive in der Region.

Das eine gemeinsame Jahr in der dritten Liga hatte die Handballvereine VfL Potsdam und HV Grün-Weiß Werder auseinandergebracht. Ihre zuvor gelebte Kooperation konnte für die Saison 2016/17 nicht fortbestehen, anschließend fanden beide Clubs nicht gleich zurück zur Partnerschaft. Doch nun werde wieder die „Handball-Brücke über die Havel“ gebaut“, wie die Vereine am gestrigen Dienstag mitteilten. Der Drittligist aus Potsdam und die eine Spielklasse darunter in der Oberliga startenden Werderaner haben sich auf einen Neubeginn ihrer Zusammenarbeit verständigt. Dabei solle vor allem die Entwicklung von Nachwuchstalenten im Mittelpunkt stehen.

Beide Seiten wissen von einst: Diese Partnerschaft trägt Früchte. Vor allem durch den Spieleraustausch mit dem VfL hatten es die Grün-Weißen bis in Liga drei geschafft. Die Adler profitierten wiederum davon, dass ihre Perspektivspieler in der Blütenstadt auf angemessenem Niveau erste Praxiserfahrungen bei den Männern sammeln konnten. „Es ist durchaus ein Glücksfall für uns, mit Werder einen gut aufgestellten Verein in unmittelbarer Nachbarschaft zu haben“, sagt Potsdams sportlicher Leiter Alexander Haase. „Jetzt geht es darum, unsere Energie wieder zu bündeln, um den Handball in der Region und viele Talente auf die nächste Stufe zu bringen.“

Austausch in beide Richtungen läuft

Die „Potsdam-Werder-Kooperation 2.0“ wird auch bereits mit Leben gefüllt. Der 17 Jahre alte Linksaußen Jonathan Schumacher, der weiterhin für den VfL in der A-Jugend-Bundesliga spielt, steht dank Doppelstartrecht auch bei Werders Oberligateam auf der Platte. Im Gegenzug soll der 18-jährige Spanier Sergi alá Sánchez, der aus der Handballerschmiede des FC Barcelona stammt und als Rechtsaußen in den ersten beiden Saisonspielen schon acht Treffer für die Grün-Weißen erzielt hat, auch in der Potsdamer A-Jugend mitmischen. Hannes Lindt, Geschäftsführer des Werderaner Vereins, blickt optimistisch nach vorne. Mit dem VfL habe man schon einige „Ideen und Projekte entwickelt, die über den sportlichen Bereich hinausgehen“, so Lindt. „ Ich bin überzeugt, dass unsere Kooperation für die Handballregion ein großer Zugewinn sein kann.“ 

Damit ist in jener Region also auch wieder die Kette der Kooperation verbunden. In der Mitte steht der VfL Potsdam, der zur einen Seite mit Bundesligist Füchse Berlin zusammenarbeitet und dieses Verhältnis seit dieser Saison für mindestens drei weitere Jahre intensiviert hat. Und zur anderen Seite bringt sich der HV Grün-Weiß Werder ein. Der perspektivische Plan der Beteiligten ist klar: Eine Förderstruktur von der ersten Bundesliga (Berlin) über die zweite Bundesliga (Potsdam) hin zur dritten Liga (Werder) etablieren. 

Während Grün-Weiß Werder am Wochenende auswärts spielt, empfängt der VfL Potsdam am Sonntag den Drittliga-Nord-Tabellenführer TSV Altenholz in der MBS-Arena. Beginn ist um 16 Uhr.

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