Detailarbeit. Sie läuft beim VfL – mit dabei ist Neuzugang Marek Kovacech. Foto: J. Frick
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VfL Potsdam im DHB-Pokal Feintuning bei den Adlern

Die Handballer des VfL Potsdam wollen sich beim DHB-Pokalspiel gegen den Wilhelmshavener HV für die Saison in der dritten Liga Nord machen. Das Team von Trainer Jens Deffke stellt sich gerade der Herausforderung der letzten zehn Prozent. 

An der Nordseeküste beginnt für den VfL Potsdam die Handball-Pflichtspielsaison 2018/19. Der Drittligist tritt am Wochenende zur ersten Runde des DHB-Pokals in Wilhelmshaven an und bestreitet beim dortigen Viererturnier morgen sein Match gegen den gastgebenden Wilhelmshavener HV aus der 2. Bundesliga. „Das ist ein Gradmesser für uns“, sagt VfL-Trainer Daniel Deutsch. Sein Team sieht er als klaren Außenseiter. Sollte der Überraschungssieg gelingen, würden die Potsdamer am Sonntag im Duell mit dem Gewinner der Partie HSV Hamburg (zweite Liga) gegen GWD Minden (erste Liga) um den Einzug in die zweite Pokalrunde kämpfen. „Über Ergebnisse machen wir uns derzeit keine großen Gedanken“, erklärt Deutsch. „Für uns geht es darum, unter Wettkampfbedingungen auf diesem hohen Niveau zu testen.“

Top 3 in der Liga anvisiert

Alles ist auf die Ligasaison ausgerichtet. Der Start erfolgt in einer Woche bei den Füchsen Berlin II. Die VfL-Adler wähnt Daniel Deutsch auf einem guten Flugkurs Richtung neue Spielzeit. Zuletzt zeigten sie ihm ansprechende Leistungen während eines Kurztrainingslagers in Hessen, wo Potsdam gegen zwei Mannschaften aus der Drittliga-Südstaffel gewann. Die Verteidigung habe schon ordentlich gestanden und der Angriff sei ansehnlich gewesen, konstatiert der Coach. „Das Grobe steht. Jetzt müssen wir uns an das Feintuning machen.“ Gerade das sei jedoch die große Herausforderung. Das eigene Leistungslevel in der Vorbereitung von null auf 90 Prozent zu bringen, gehe relativ schnell, meint Deutsch. „Die letzten zehn Prozent erfordern dann ganz viel intensive Kopf- und Kommunikationsarbeit.“ Nachdem er es war, der im Training und den Testpartien „bisher enorm viel Input“ gegeben habe, seien nun die Spieler am Zug. „Es ist entscheidend, dass sie auf dem Feld die Abläufe verinnerlichen und viel miteinander reden.“

Der Trip nach Wilhelmshaven soll diesen Prozess vorantreiben, um dann – im Gegensatz zur Vorsaison mit dem damaligen Katastrophenstart – schnell Fuß im Ligageschehen zu fassen. Eine lange Anlaufzeit wird schließlich kaum bleiben, soll das ambitionierte Ziel realisiert werden: Unter den Top 3 beim Aufstiegskampf mitmischen.

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