Urteil nach Skandalspiel Babelsberg gegen Cottbus Hohe Geldstrafen und ein Geisterspiel

Bei der Fußball-Regionalligapartie zwischen dem SV Babelsberg 03 und Energie Cottbus kam es Ende April zu schweren Ausschreitungen. Das Sportgericht des Verbandes hat nun ein Urteil gefällt, das beide Vereine schockiert. Sie wollen dagegen ankämpfen.

Nach den Ausschreitungen während des Regionalliga-Spiels zwischen dem SV Babelsberg 03 und FC Energie Cottbus am 28. April hat das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes drastische Strafen gegen beide Vereine verhängt. Der SVB soll 7 000 Euro zahlen. Der FC Energie soll laut Urteil das erste Heimspiel der kommenden Saison unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen und zudem insgesamt 16 000 Euro zahlen. Mit der Strafe hat das Sportgericht auch Verfehlungen Cottbuser Fans bei Spielen in Bautzen, Leipzig und Meuselwitz geahndet.

Die Partie in Babelsberg musste wegen Abbrennens von Pyrotechnik und eines versuchten Platzsturms von Cottbuser und Babelsberger Anhängern zweimal unterbrochen werden. Im Energie-Block wurden zudem rechtsradikale Parolen gerufen und der Hitlergruß gezeigt. Beide Vereine wollen gegen das Urteil Berufung einlegen. FCE-Präsident Michael Wahlich nannte es eine „Katastrophe“, seitens des SVB-Vorstandes wird das Strafmaß als unangemessen hoch bewertet. 

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