Sir Nick Faldo, Profigolfer und Golfplatzarchitekt auf dem "Nick Faldo" Platz in Bad Saarow. Foto: Mike Wolff
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Grünes Licht für Bad Saarows Bewerbung Steuerbefreiung für Ryder Cup 2022

Arne Bensiek

Die Politik gewährt der Ryder-Cup-Bewerbung Brandenburgs eine Steuerbefreiung ähnlich der Fußball-WM. Damit gilt Bad Saarow als Favorit für die Austragung des Golfturniers 2022.

Aufatmen in Bad Saarow: Sollte der Ryder Cup 2022 in Deutschland stattfinden, erhalten die Organisatoren vom deutschen Staat eine Steuerbefreiung. Das erfuhr der Tagesspiegel aus Teilnehmerkreisen einer Klausur von Steuerfachleuten aus allen Bundesländern sowie des Bundes, die in Essen stattfindet. Nicht nur eine Mehrheit der Länder, sondern auch der Bund haben demnach intern für eine Steuerbefreiung des prestigereichen Golf-Teamwettbewerbs gestimmt – anders als bei Deutschlands letzter Bewerbung um den Ryder Cup 2018.

Es handelt sich indes um eine Steuerbefreiung, wie sie der Fifa-Fußball-WM 2006 oder der Uefa mit ihrem Champions-League-Finale gewährt wurde. Die Organisatoren der Ryder Cup Europe müssten auf ihre Investitionen wie etwa die Miete des Golfplatzes keine Umsatzsteuer zahlen. Sowohl die Gewinne aus dem Verkauf von Eintrittskarten als auch von Merchandising-Produkten müssten jedoch versteuert werden, heißt es.

Beim Deutschen Golf-Verband und am Austragungsort, dem A-Rosa-Resorts am Scharmützelsee in Bad Saarow, dürfte die Nachricht für große Erleichterung sorgen. Einer Bewerbung um den Ryder Cup 2022 ohne eine Steuerbefreiung wurden im Wettstreit mit Spanien, Italien und Österreich kaum Chancen eingeräumt. Durch die erfolgte Zustimmung dürfte Bad Saarow seine Favoritenrolle unter den Bewerbern bewahren. Die Entscheidung über die Vergabe des Ryder Cups voraussichtlich Anfang November im englischen Wentworth.

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