In einem harten Rennen sicherte sich Christian Diener EM-Platz zwei. Foto: Bernd Thissen/dpa
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Silber bei der Kurzbahn-EM Glänzender Auftritt des Potsdamer Rückenschwimmers Christian Diener

Christian Kunz dpa

Zum dritten Mal hat Christian Diener eine Einzelmedaille bei Kurzbahn-Europameisterschaften gewonnen. Silber in Glasgow rettete er beim Anschlag. Der Erfolg gibt Selbstvertrauen auf dem Weg zu Olympia.

Christian Diener hat die deutschen Schwimmer über einen erfolgreichen Start bei den Kurzbahn-Europameisterschafen jubeln lassen. Der Rückenspezialist des Potsdamer SV im OSC schlug am Mittwoch in Glasgow bei der Entscheidung über 200 Meter nach 1:50,05 Minute an und sicherte dem deutschen Team gleich zum Auftakt Silber. Für Diener war es die dritte Einzelmedaille bei einer Kurzbahn-EM, hinzu kommt noch einmal Edelmetall auf der 50 Meter langen Bahn. Sieger wurde der dreifache Kurzbahn-Weltmeister Radoslaw Kawecki aus Polen, der 79 Hundertstelsekunden schneller als Diener war. 

„Es war sehr, sehr hart muss ich sagen, aber es hat extrem Spaß gemacht“, sagte der Schützling von Trainer Jörg Hoffmann. „Ich konnte den Silberrang im Anschlag retten, also alles gut gewesen, wie ich finde.“ Den dritten Platz belegte der Brite Luke Greenbank, der nur 0,04 Sekunden hinter Diener ins Ziel kam. Im Vorlauf war der Olympiasiebte von 2016 noch Schnellster in 1:50,18 Minute gewesen. Dieners fünf Jahre alter Deutscher Rekord steht bei 1:49,14.

Diener will dabei sein, wenn in Tokio "so richtig die Post abgeht"

Der Potsdamer hat seine ganze Saisonplanung wie praktisch alle Schwimmer auf die Olympischen Spiele in knapp acht Monaten ausgerichtet. Hart hatte der 26-Jährige schon in den Monaten vor der Kurzbahn-EM trainiert, unterdessen bei zahlreichen Wettkämpfen gute Ergebnisse erreicht. „Das war schon ein harter Herbst“, sagte Diener. 

Er trat zum Beispiel in der neu gegründeten International Swimming League (ISL) an, quasi der Champions League der Weltschwimmelite. Mit seinem Team „London Roar“ hat sich der gebürtige Cottbuser für das große ISL-Finale qualifiziert, das am Wochenende vor Weihnachten in Las Vegas stattfindet. Er genießt die internationalen Wettstreits, kämpft um seine zweite Olympiateilnahme. „Leistungsmäßig geht bei allen 2020 aber sicher noch einmal so richtig die Post ab. Und ich will dann unbedingt dabei sein in diesem Finale.“ Bei der derzeitigen EM in Glasgow startet Diener im Einzel noch über 100 sowie 50 Meter Rücken, außerdem ist er ein Kandidat für die Lagenstaffel. 

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