David Danko (rechts neben Kapitän Peter Lela) verwandelte den entscheidenden Elfmeter. Foto: dpa
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Sieg im Elfmeterschießen gegen Erstligisten Fürth SV Babelsberg gelingt Sensation im DFB-Pokal

Arne Richter

Die Brandenburger feiern wie vor 22 Jahren einen Coup gegen einen Erstligisten und stehen nach einem Krimi beim Debüt von Trainer Jörg Buder in der 2. Runde des Wettbewerbs.

Potsdam - Elfmeter-Krimi in der Filmstadt: Fußball-Regionalligist SV Babelsberg 03 hat sich in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Bundesliga-Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth durchgesetzt. Die Gastgeber schlugen die Franken am Samstagabend mit 5:4 (2:2,1:1) im Elfmeterschießen. David Danko verwandelte den entscheidenden Strafstoß für den mutig spielenden Landespokalsieger Brandenburgs. Zuvor hatte Torwart Marco Flügel gegen Fürths Maximilian Bauer pariert.

Branimir Hrgota hatte Fürth in der 22. Minute per Foulelfmeter in Führung gebracht. Marcel Rausch glich für Babelsberg vor 3030 Zuschauern in der 37. Minute aus. Nach dem Abstauber-Tor von Marcus Hoffmann (70. Minute) sah es schon nach einer Sensation aus. Doch Julian Green (85.) brachte Fürth noch einmal ins Spiel zurück - letztlich vergebens.

Auf den Tag genau vor 22 Jahren hatte Babelsberg mit einem 1:0 gegen die SpVgg Unterhaching schon einmal einen Erstliga-Aufsteiger aus dem Pokal geworfen. Für Fürths Trainer Stefan Leitl konnte dies kein Trost sein. Gegen den VfB Stuttgart muss kommende Woche eine deutliche Leistungssteigerung her, um einen Fehlstart auch in der Bundesliga zu verhindern.

Debüt für SVB-Trainer Buder

Sein Babelsberger Kollege Jörg Buder war erst am Dienstag zum Chefcoach befördert worden. "Einen besseren Einstand kann es gar nicht geben", sagte er nach dem Spiel: "Jetzt sollen die Jungs mal feiern." Buder stellte bei seinem Debüt den bisherigen Ersatzmann Flügel ins Tor - ein Glücksgriff. Der Schlussmann musste früh richtig ran. Mehrfach schossen die Fürther aus einem Getümmel auf's Tor. Beim Versuch von Timothy Tillmann (4.) schien der Ball die Linie schließlich überquert zu haben. Referee Robin Braun ließ weiterspielen.

Babelsbergs Torhüter Marco Flügel parierte im Elfmeterschießen zwei Strafstöße. Foto: dpa Vergrößern
Babelsbergs Torhüter Marco Flügel parierte im Elfmeterschießen zwei Strafstöße. © dpa

Die anfängliche Fürther Überlegenheit zahlte sich wenig später aus. Hrogta schickte Jamie Leweling in den freien - aber sehr abseitsverdächtigen - Raum, der Angreifer fiel über den herausstürzenden Flügel. Den Elfmeter verwandelte Hrgota sicher. Im Elfmeterschießen scheiterte Hrgota später. Fürths Fehler: Eine Vielzahl von Chancen für Fürth wurde nicht zum zweiten Tor genutzt.

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Babelsberg war deutlich effizienter mit den wenigen Chancen. Robin Müller ließ Gideon Jung im Laufduell schlecht aussehen. Rausch konnte nach einem öffnenden Seitenwechsel ins lange Eck einschießen. Die Gäste wirkten konsterniert. Die Stimmung im engen „Karli“ tat für die auch in allen bisherigen Saison-Testspielen sieglosen Fürther ihr übriges.

Die Spieler von Babelsberg jubeln mit den Fans nach dem Sieg.  Foto: dpa Vergrößern
Die Spieler von Babelsberg jubeln mit den Fans nach dem Sieg.  © dpa

Was Leitl verhindern wollte, trat nun ein. Die Pokalstimmung gab dem Viertligist Kraft. Jeder Ball war umkämpft. Peter Lela (52.) verzog nur knapp. Hoffmanns Abstauber nach einem Latten-Freistoß von Tino Schmidt hätte der Lucky Punch des Außenseiters sein können, doch Green brachte Fürth mit seinem Kopfball-Tor zurück ins Spiel. Im Elfmeter-Krimi gab es dann aber das Happy End für den Außenseiter. Ende Oktober geht es in der zweiten Pokal-Runde weiter. Die hatte der SV Babelsberg 03 letztmals 2006/07 nach einem Sieg gegen Hansa Rostock erreicht. (dpa)

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