Ansage mit Akzent. Davide Carli ist neuer Trainer beim SC Potsdam. Foto: G. Pohl
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SC Potsdam „Charly“ hat das Sagen bei den Damen

Gerhard Pohl

Die Trainersprache beim Frauenvolleyball-Bundesligisten SC Potsdam behält einen italienischen Akzent. Nach dem Abgang von Alberto Salomoni übernimmt dessen Landsmann Davide Carli den Chefcoachposten. Er ist kein Unbekannter an der Havel.

„Ich freue mich, dass so viele Fans zum Trainingsauftakt in die MBS-Arena gekommen sind und hoffe, wir sehen uns alle bei den Spielen wieder.“ In gutem Deutsch begrüßte vor wenigen Tagen der neue Cheftrainer des Volleyball-Erstligateams des SC Potsdam, Davide Carli, die neugierigen Fans. Der 33-Jährige, dem als Co-Trainer sein italienischer Landmann Riccardo Boieri zur Seite steht, hat jetzt das Sagen und gibt die Richtung im Team vor. Nach der fünfjährigen Amtszeit Alberto Salomoni behält die Trainersprache beim SCP einen italienischen Akzent.

Der Neue, von dem in den kommenden Monaten eine Weiterentwicklung des Teams erwartet wird, ist kein Unbekannter an der Havel. Er war Co-Trainer von Salomoni, bevor er vor drei Jahren nach Schwerin wechselte. „Für mich ist es eine große Herausforderung, als Cheftrainer in Potsdam arbeiten zu können. Ich kenne das Umfeld, aber auch die Erwartungen. Und das macht für mich vieles einfacher. Meine Wünsche bei den Neuverpflichtungen wurden alle erfüllt. Ich denke, wir haben mit Blick in die Zukunft eine gute Mannschaft mit vielen Talenten zusammengestellt“, bemerkte Carli, welcher dann auch die acht anwesenden Spielerinnen vor etwa 100 Fans mächtig ins Schwitzen brachte. Insgesamt gehören zum Team zwölf Volleyballerinnen aus vier Nationen (Serbien (2), Tschechien (1), Venezuela (1), Deutschland (8). Die Potsdamerinnen sind neben dem VCO Berlin, der Ausbildungsmannschaft des Verbandes, mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren eines der jüngsten Teams in der Liga. „Wir haben viele junge Talente die bei uns die große Chance haben, sich weiter zu entwickeln“, sagte Teammanager Eugen Benzel. „Trotz dieser Ausgangslage blicken wir bei der Saisongestaltung durchaus in Richtung Erreichen der Playoffs. Eine Vorgabe, wie sie mit dem Halbfinale in der letzten Saison lautete, gibt es nicht“, fügt er hinzu.

Internationales Vorbereitungsturnier des SCP

Der spektakulärste Zugang ist Roslandy Acosta. Die 24-Jährige Venezolanerin wechselt von Rote Raben Vilsbiburg an die Havel, wo sie eine herausragende Saison gespielt hat. Sie fehlte allerdings noch beim Trainingsauftakt. Vom VCO Berlin wieder zurück auf dem heimischen Feld ist Sophie Dreblow, sie soll sich an der Seite von Lisa Rühl weiter entwickeln. Den kürzesten Wechselweg hatte Ann-Marie Knauf, die bisher für den Ligakonkurrenten Köpenicker SC auflief. „Dieser Schritt soll mich weiter bringen“, begründete die Zuspielerin ihren Gang zum SCP. Gerade auf dieser Position lief es in der vergangen Saison nicht immer wunschgemäß.

Den ersten Auftritt haben die Damen des SC Potsdam beim 5. Internationalen Volleyball-Masters vom 9. bis 11. September in der MBS-Arena. An dem ‚Jeder gegen Jeden-Modus‘ nehmen vier ausländische Clubs teil. Der Saisonauftakt in der Bundesliga ist am 22. Oktober um 19 Uhr. Gegner ist in einem Heimspiel mit dem Schweriner SC, der ehemalige Club des Cheftrainers. Am 30. Oktober kommt mit dem VC Wiesbaden eine weitere Spitzenmannschaft in der MBS-Arena (14 Uhr). „Das wird gleich eine echte Standortbestimmung für uns“, so Teammanager Benzel. 

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