Die Potsdamerinnen Verena Schott (r.) und Gina Böttcher (l.) sowie Elena Krawzow aus Berlin knackten in Remscheid Weltrekorde.   Foto: Volker Schroer
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Rekordflut zum Saisonstart Potsdams Para-Schwimmer glänzen auf der Kurzbahn

Mit mehreren Weltrekorden und nationalen Bestmarken haben die paralympischen Schwimmer bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften aufhorchen lassen. Aufs DM-Podest schwammen derweil auch die nicht-gehandicapten Athleten vom Luftschiffhafen.

Die Paralympischen Spielen 2020 rücken näher. Und der Auftakt ins Wettkampfjahr war für Potsdams Schwimmer verheißungsvoll. Bei der Deutschen Kurzbahnmeisterschaft in Remscheid stachen Para-Athleten vom Luftschiffhafen mit sieben Weltrekorden sowie 15 nationalen Bestmarken heraus. Bundesstützpunkttrainer Maik Zeh sprach von einem „Wunschergebnis“ zum Einstand in die Paralympics-Saison, die in rund neun Monaten in Tokio ihren Höhepunkt erreichen wird. 

Verena Schott und Gina Böttcher stechen heraus

Weltrekorde ihrer Startklassen stellten beim Championat von Remscheid die Zeh-Schützlinge Verena Schott (Brandenburgischer Präventions- und Rehabilitationssportverein/BPRSV) und Gina Böttcher (SC Potsdam/SCP) auf. Schott verbesserte gleich fünf Top-Marken: 50, 100 und 200 Meter Rücken, 100 Meter Schmetterling und Lagen. Böttcher machte ihr es über die 200 Meter Freistil und 50 Meter Schmetterling gleich. In die Deutschen Rekordlisten trugen sich neben Schott und Böttcher auch Tom Meixelsberger, Peggy Sonntag (beide BPRSV), Maximilian Brabandt sowie Maike Naomi Schnittger (beide SCP) ein. Gerade für Schnittger, die sich auf den 400 Metern Freistil gut präsentierte, war dies ein wichtiges Erfolgserlebnis. Die Doppel-Weltmeisterin und Paralympics-Zweite von 2016 meldete sich nach zahlreichen Krankheits- und Verletzungsproblemen zurück. „Sie kann gestärkt in die kommenden Wochen gehen“, so Zeh. 

Alters- und startklassenübergreifend holten Aktive aus Potsdam, die von den Trainern Zeh, Annika Hasse und Dörte Paschke betreut werden, 49 Medaillen. 19 davon in Gold. Am meisten Edelmetall fischte dabei Laurin Walther (SCP) aus dem Wasser. Der Sportschul-Elftklässler schaffte es in sieben Einzelstrecken, zwei Mehrkampf- sowie drei Staffelentscheidungen auf das Podium. 

+++ Hannah Küchler und Christian Diener ganz vorne dabei +++

Auch bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften der nicht-gehandicapten Schwimmer in Berlin gab es Erfolge für Aktive vom Luftschiffhafen zu verzeichnen. Der Potsdamer SV im OSC durfte in der offenen Wertung vier Medaillengewinne bejubeln. Christian Diener holte jeweils Gold über 100 und 200 Meter Rücken. Zudem holte er in den Staffeln jeweils Silber über 4x50 Meter Freistil (mit Anton Willi Müller, Tim-Thorben Suck, Melvin Imoudu) und 4x50 Meter Lagen (Imoudu, Felix Wolf, Suck). In der Junioren-Wertung glänzte Hannah Küchler für den PSV. Gold (100 Meter Freistil), Silber (50 Meter Freistil) und Bronze (200 Meter Freistil) lautete ihre Bilanz. Internationaler Höhepunkt der Kurzbahnsaison sind die Europameisterschaften Anfang Dezember in Glasgow – Diener hat dafür die Nominierungsvorgaben erfüllt.


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