Er traf sicher. Lukas Küppers steuerte drei Treffer für seinen OSC bei. Foto: Sandra Seifert/Verein
© Sandra Seifert/Verein

OSC Potsdam gegen SG Neukölln Punkte und Prestige

Die Wasserballer des OSC Potsdam haben starke Nerven bewiesen und das brisante Bundesliga-Lokalduell gegen die SG Neukölln gewonnen. Damit ist der Sprung ins Mittelfeld der Tabelle gelungen.

Potsdam - Die Erleichterung war groß. Nach dem Prestigeduell zwischen den Wasserball-Bundesligisten OSC Potsdam und SG Neukölln jubelten die Potsdamer Spieler ausgelassen vor ihren Fans. „Derbysieger“-Sprechchöre schallten, dazu wurde gehüpft und es schwappte die La-Ola-Welle durch das Sportbad blu. Mit 8:5 (1:0, 4:1, 2:1, 1:3) gewann der OSC souverän. „Der Druck vor dem Spiel war nicht gerade gering. Gut, dass wir dem standgehalten haben“, sagte Potsdams Trainer Alexander Tchigir, dessen Team sich durch den Erfolg etwas von den Abstiegsplätzen der A-Gruppe entfernen konnte und auf Rang fünf kletterte. Neukölln hängt hingegen als Siebter im Tabellenkeller fest.

Vor stimmungsvoller Kulisse entwickelte sich zunächst eine torarme Partie. Während der OSC mit umsichtiger Abwehrarbeit die Gäste aus Berlin offensiv kaum zur Entfaltung kommen ließ, erarbeiteten sich die Hausherren zahlreiche gute Chancen. Ihre Abschlüsse waren jedoch zu oft schwach und für Neukölln-Keeper Florian Thom leichte Beute. „Wir müssen da cleverer sein, den richtigen Moment abwarten, um zu schießen“, haderte Tchigir. Lediglich Konstantin Hüppe traf im ersten Viertel. Danach blieb Potsdam hinten stabil und wurde vorne effektiver. Folge: Die Führung wuchs zur Halbzeit auf vier Tore an.

Auch nach dem Seitenwechsel hatte der OSC das Geschehen im Griff. Allerdings lahmte die Offensive, in der Lukas Küppers mit drei Treffern noch am besten zielte, wieder zunehmend. „Wir lagen deutlich vorne. In so einem Augenblick würde ich mir mehr Lockerheit wünschen“, sagte der Coach. Letztlich stand aber der zweite Liga-Saisonsieg. Der dritte soll bereits am nächsten Samstag folgen. Dann ist Aufsteiger SVV Plauen zu Gast, den der OSC gestern in der Tabelle überholte. Und den die Potsdamer bereits vor Kurzem im Achtelfinale des Deutschen Pokals deutlich geschlagen hatten.

Zur Startseite