Das Bunte muss ins Eckige. Beim Wasserball kommt es auf die Tore an. Foto: Sandra Seifert/Verein
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OSC Potsdam Endspiel-Wochen

Die Wasserballer des OSC Potsdam haben es wieder geschafft. Zum zweiten Mal sind sie für das Halbfinale der deutschen Meisterschaft qualifiziert und nähren damit ihre Hoffnung auf einen historischen Medaillengewinn. Der ist auch in der Endrunde des nationalen Pokals möglich.

Die Halbfinalpaarungen der Deutschen Wasserball-Liga stehen fest. Neben den bereits über die Hauptrunde als Spitzenreiter qualifizierten Waspo 98 Hannover und Wasserfreunde Spandau 04 haben sich auch der OSC Potsdam und ASC Duisburg in den hartumkämpften Viertelfinalduellen durchgesetzt. Jeweils im vierten Spiel der „Best-of-five“-Serien gewannen am Mittwochabend Potsdam gegen die SG Neukölln und Duisburg gegen den SSV Esslingen.

„Wir sind sehr erleichtert“, sagte OSC-Wasserball-Abteilungsleiter Andreas Ehrl, der beim 14:10 (2:2, 3:2, 6:4, 3:2) sein Team als hochverdienten Sieger sah. „Wir haben eigentlich die Partie immer kontrolliert und hätten bei konsequenterer Chancenverwertung die Sache noch früher entscheiden können.“ Doch bis Ende des dritten Viertels stand es 7:7, bevor die Mannschaft von Trainer Alexander Tchigir in gut zwei Minuten vier Treffer zum 11:8 einnetzte und diesen Vorsprung bis zum Schlusspfiff nicht mehr einbüßte. Beeindruckt zeigte sich der frühere Nationalspieler und Hauptsponsor der OSC-Wasserballer von der tollen Kulisse mit weit über 300 Zuschauern: „Unsere neue Spielstätte wird immer mehr angenommen. Die Stimmung war wirklich toll, und das bei einem Mittwoch-Spiel.“

Pokalendrunde steigt in Potsdam

„Das war keine leichte Serie gegen Neukölln. Gerade nachdem wir den ersten Matchball nicht verwandeln konnten, standen alle heute mächtig unter Druck“, so Tchigir. Nach zunächst zwei OSC-Siegen und der Niederlage im dritten Spiel lag „das Momentum schon etwas bei den Neuköllnern, die sich von Spiel zu Spiel steigerten", so Potsdams sportlicher Leiter André Laube. „Nach der wechselhaften Saison war das Halbfinale ganz sicher kein Selbstverständnis. Jetzt sind wir wieder im Medaillenrennen, und das gleich in beiden Wettbewerben.“ Sowohl in Pokal als auch Meisterschaft finden sich mit Hannover, Spandau, Duisburg und Potsdam die gleichen Vereine im Halbfinale. Während das „Final Four“ im Deutschen Pokal am 5. und 6. Mai im blu ausgetragen wird, beginnen die Halbfinalpartien der Meisterschaft bereits am 14. April. Voraussichtlich um 20 Uhr wird das erste Spiel der „Best-of-five“-Serie gegen den amtierenden Pokalsieger und Gewinner der DWL-Hauptrunde Waspo Hannover im blu angepfiffen. Am 21. und 22. April stehen die Spiele zwei und drei in Hannover an, die übrigen beiden Spiele, so sie denn notwendig werden, erst Ende Mai.

„Klar wollen wir uns im Halbfinale sehr gut verkaufen, der Fokus im Training liegt natürlich jetzt aber auf dem erfolgreichen Abschneiden im Final Four“, beschreibt Laube die Marschroute. „Da soll es nun endlich mit der ersten Medaille im Herrenbereich klappen.“ PNN

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