Deni Cerniar kämpft mit dem OSC um eine Medaille beim Supercup. Foto: Sandra Seifert
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OSC Potsdam Ambition auf eine Medaille

Der deutsche Wasserball-Supercup findet in reformierter Art statt. Gemeinsam mit seinem Kooperationspartner Wasserfreunde Spandau richtet der OSC Potsdam das Vierer-Turnier in Berlin aus und hegt dabei Hoffnungen, sich seine ersten nationalen Podestplatz im Männerbereich zu erspielen.

Die Wasserballer des OSC Potsdam nehmen am kommenden Wochenende erstmals am Supercup der Deutschen Wasserball-Liga teil. Das vormalige Einzelspiel zwischen dem Deutschen Meister und Deutschen Pokalsieger wird in diesem Jahr in seiner 18. Auflage erstmals als Vierer-Turnier der besten Mannschaften der vergangenen Saison ausgespielt. Mit dem vierten Rang in der abgelaufenen Spielzeit, der besten Platzierung in seiner Vereinshistorie, partizipiert der OSC direkt von der Entscheidung und hat damit eine nicht unbedeutende Chance, sich die erste Medaille im Herren-Bereich zu erkämpfen.

Gegen Spandau, Waspo Hannover und ASC Duisburg

Beim Deutschen Meister, Wasserfreunde Spandau 04, in Schöneberg am Sachsendamm findet das Turnier statt. Gemeinsam mit dem Berliner Kooperationspartner wird der OSC die Veranstaltung ausrichten. „Als die Anfrage von Spandau kam, ob wir uns an der Durchführung beteiligen, haben wir nicht ang gezögert“, so Potsdams Wasserball-Abteilungsleiter Andreas Ehrl. Vor allem im Duell mit dem Vorjahresdritten ASC Duisburg sehe er durchaus die Chance eines Erfolges.

In den beiden Partien am Samstag gilt es, ein nicht zu hohes Lehrgeld zu zahlen. Gegen die Champions-League-Teams aus Spandau (Beginn: 11.30 Uhr) und Waspo 98 Hannover (18 Uhr) ist die Außenseiterrolle des OSC klar. „Das sind Profimannschaften mit ganz anderen sportlichen Ambitionen. Beide Vereine bemühen sich, Mannschaften zu entwickeln, die mittelfristig wieder die europäische Spitze bestimmen sollen“, erklärt Ehrl. „Wir setzen weiterhin auf überwiegend junge Spieler, die wir aus dem eigenen Nachwuchs generieren.“

Bereits mehrfach Vierter im nationalen Vergleich

Einen sehr ähnlichen Weg geht Potsdams Sonntagsgegner ASC Duisburg. Um 12 Uhr kommt es zur voraussichtlichen Partie um Bronze. Der ASC steckt in einem personellen Umbruch, vom Weggang namhafte Spieler sollen nun ambitionierte Nachwuchsathleten profitieren. Mit einer Mannschaft in ähnlicher Altersstruktur wie der des OSC soll ein „neues“ Team entwickelt werden. Am Beckenrand zurück ist bereits seit Ende der vorigen Saison Arno Troost, der mit dem ASCD 2013 Deutscher Meister und Pokalsieger wurde. Er beschreibt die Ambitionen seines Clubs ähnlich wie der OSC: „Wir wollen uns weiter einspielen und eine Medaille holen. Der Supercup wäre utopisch.“

„Entscheidend ist, dass wir am Sonntag unser bislang bestes Spiel der erst sehr kurzen, aber hochintensiven Spielzeit abliefern“, fordert Potsdams Trainer Tchigir. „Wir sind jetzt in Pokal und Meisterschaft einige Male Vierter geworden. Nun haben wir wirklich eine realistische Chance, uns eine Medaille zu sichern. Das wäre für die Jungs und den Verein eine Riesensache.“ A.L.

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