Sofian Chahed, Cheftrainer von Turbine Potsdam. Foto: dpa
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Neue Zielsetzung für Turbine In aller Ruhe besprechen

Michael Lachmann

Ein bisschen Durchatmen, dann geht es wieder los für den 1. FFC Turbine Potsdam. Trainer Sofian Chahed bleibt beim Blick auf die Champions League zurückhaltend.

Potsdam - Nach vier Wochen Urlaub will sich Sofian Chahed auch der Zielsetzung für die neue Saison widmen. „Das werden wir dann in aller Ruhe mit der neuen Mannschaft besprechen, wenn wir nach der Vorbereitung auch einen ersten Eindruck vom Team gesammelt haben“, sagt der Trainer des 1. FFC Turbine Potsdam. Am 12. Juli wird der 38-Jährige seine Bundesliga-Fußballerinnen wieder um sich versammeln, um mit der Vorbereitung zu beginnen.

Nach Platz vier in der abgelaufenen Saison bleibt der Coach mit Blick auf die Champions- League-Plätze eher zurückhaltend. „Ich bin grundsätzlich dafür, realistische Ziele auszugeben und keine utopischen.“

Chahed hatte bei seinem Amtsantritt vor einem Jahr das Ziel ausgegeben, Platz vier aus der Vorsaison zu wiederholen. Nach dem guten Saisonstart sprach der ehemalige tunesische Nationalspieler sogar davon, um Platz drei und der damit verbundenen Rückkehr in den internationalen Wettbewerb mitspielen zu wollen. Daraus wurde nichts, obwohl Turbine die Hinrunde noch auf dem dritten Rang beendet hatte. Zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte kassierten die Potsdamerinnen aber in Hoffenheim ein 0:5. „Das war der Genickbruch“, befand Ehrenpräsident und Turbine-Ikone Bernd Schröder.

Durchwachsene Rückrunde

Insgesamt war die Rückrunde durchwachsen. „Zurückblickend sind wir etwas enttäuscht, gegen vermeintlich kleinere Teams Punkte liegen gelassen zu haben“, sagt Chahed. So wie beim 0:0 daheim gegen Bremen, dem 2:4 in Leverkusen oder 0:1 in Freiburg. Dort kam in einem wilden Spiel (3:6) ebenfalls das Aus im Pokal-Viertelfinale.

Dennoch sind sie in Potsdam unterm Strich nicht unzufrieden. „Wir haben zwei Punkte mehr geholt, als in der letzten Saison. Das ist auch schon mal ganz ordentlich“, sagt Chahed. Vor allem mit der Entwicklung in der Defensive konnte der ehemalige Bundesligaprofi von Hertha BSC und Hannover 96 zufrieden sein. Neun Tore weniger kassierte sein Team im Vergleich zur Saison davor. Elf weniger geschossene Tore sind aber auch ein Indiz dafür, dass der Abgang von Torjägerin Lara Prasnikar (15 Treffer) im Sommer 2020 nicht ganz aufgefangen werden konnte.

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Personell steht die Verpflichtung von Isabel Kerschowski (Leverkusen) bereits fest, eine Torhüterin und eine Innenverteidigerin sollen noch kommen. „Dann wären bis auf Weiteres unsere Personalplanungen abgeschlossen“, sagt Chahed, „aber wir haben natürlich Augen und Ohren immer offen, denn es kann ja immer etwas passieren“. 

Außerdem kehren in Viktoria Schwalm und Lena Uebach zwei Spielerinnen ins Team zurück, die die gesamte Saison verletzungsbedingt verpasst haben. Nicht mehr dabei sein werden Johanna Elsig, die nach neun Jahren im Verein, und Bianca Schmidt, die insgesamt elf Spielzeiten für Potsdam spielte, ihren Abschied nahmen. (dpa)

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