Wegweiser. SVB-Trainer Dietmar Demuth kann morgen nicht auf seinen kompletten Kader setzen. Dennoch erwartet er von seinem Team in Saarbrücken den vollen Einsatz. Foto: Jan Kuppert
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Sport Die weiteste Reise zum Schluss

Henner Mallwitz

Der SV Babelsberg 03 tritt morgen in Saarbrücken zum letzten Auswärtsspiel der Saison an

Da taten sie sich im Landespokal noch einmal richtig schwer, die Fußballer des SV Babelsberg 03. Erst in der Nachspielzeit bezwang das Team um Trainer Dietmar Demuth am Dienstag Blau-Gelb Laubsdorf als aktuellen Zweiten der Brandenburgliga mit 3:0. Scheint die Luft nach der anstrengenden Drittliga-Saison raus zu sein? „Nein, das ist sie nicht“, bekräftigt der Coach. „Wir haben allerdings gefühlte hundert Spiele in den Knochen und das bringt gewisse Probleme mit sich. Und außerdem hat solch ein Pokal nunmal seine eigenen Gesetze.“

Dennoch seien seine „Jungs hoch motiviert“, und das wollen sie morgen auch beim vorletzten Punktspiel der Saison auf dem Rasen zeigen. Bereits um 13.30 Uhr sind die Nulldreier beim 1. FC Saarbrücken zu Gast, und mit den Hauptstädtern aus dem Saarland wartet wahrlich eine beachtliche Truppe auf das Demuth-Team. Am vergangenen Samstag feierten die Gastgeber mit einem 2:0 in Unterhaching ihren siebten Sieg in Folge und stellten den bis dahin von Eintracht Braunschweig gehaltenen Rekord an gewonnenen Spielen in der Dritten Liga ein.

Und so treffen bei der Partie der beiden Aufsteiger im Ludwigspark-Stadion die Mannschaften mit der aktuell besten Form aufeinander. Während Saarbrücken als Tabellensiebter aus den letzten acht Spielen 22 von 24 möglichen Zählern holte, konnten die Babelsberger 18 von 24 möglichen Punkten für sich verbuchen. Beide Mannschaften mussten in den vergangenen neun Spielen keine Niederlage hinnehmen – und diese gute Serie will keine Mannschaft abreißen lassen.

Sowohl Saarbrücken als auch der SVB 03 haben den Klassenerhalt in der Tasche, einen Spaziergang erwartet Dietmar Demuth dennoch nicht. „Schließlich haben wir einen guten Lauf und wollen uns bis zum Saisonende von unserer besten Seite zeigen“, sagt der Trainer. „Und für die Spieler geht es ja nicht zuletzt auch noch um Prämien, die sie abgreifen wollen.“

Das sieht Mannschaftskapitän Marian Unger nicht anders. Der SVB-Keeper glänzte zuletzt durch beachtliche Paraden und freut sich auf das weiteste Auswärtsspiel – wenn auch nicht auf die 700 Kilometerlange Anfahrt. „Unser Bus ist leider kein Luxusliner“, sagt er. „Und ich weiß nicht, ob es vor oder nach dem Spiel mehr weh tut.“ Um acht Uhr in der Früh geht es heute los, um am Samstag ausgeschlafen und gut vorbereitet den Männern aus dem Saarland gegenüber zu stehen.

Aus dem Vollen wird Dietmar Demuth allerdings nicht schöpfen können. Im Heimspiel gegen Dynamo Dresden fing sich Matthias Rudolph die Gelb-Rote Karte ein, Anton Makarenko wird wegen Wadenproblemen noch nicht spielen können, Marcus Hoffmann ist ebenfalls noch nicht so weit, und auch Dominik Stroh-Engel fällt angeschlagen aus. „Wir fahren da also mit 17 Mann hin“, sagt der Trainer. „Und von denen erwarte ich den vollen Einsatz.“

Anpfiff ist am Samstag um 13.30 Uhr.

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