&#Ein Tor, ein Punkt, ein weiteres Jahr Dritte Liga: Anton Makarenko köpfte am Samstag in Heidenheim zum 1:1-Ausgleich ein. Sein sechster Saisontreffer war, dank Ahlens 1:5-Niederlage bei Stuttgart II am darauf, gleichbedeutend mit dem Babelsberger Klassenerhalt. F.: Kuppert;

Sport Babelsberg feiert den Klassenerhalt

Thomas Jentscher

Makarenko traf zum 1:1 in Heidenheim / Ahlens Niederlage am Sonntag sicherte weitere Drittliga-Saison

Lange Zeit sah es beim Gastspiel des SV Babelsberg 03 am Ostersamstag in Heidenheim nach der ersten Niederlage nach sechs Spielen aus. Doch die Gastgeber versäumten es, ihre 1:0-Führung auszubauen, und so wurden die nie aufsteckenden Filmstädter doch noch mit dem Ausgleich zum 1:1 durch Makarenko belohnt.

Dass dieser Punkt gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt war, stellte sich am Sonntag heraus. Durch die 1:5-Niederlage von Rot Weiss Ahlen beim VfB Stuttgart II können die Nulldreier nicht mehr auf Abstiegsplatz 18 abrutschen. Neben Bayern II und Bremen II wird nach den verbleibenden drei Spielen auch noch Ahlen oder der VfR Aalen hinter den Nulldreiern bleiben, weil beide Vereine noch aufeinandertreffen und sich gegenseitig die Punkte abnehmen.

Dietmar Demuth bescheinigte seinem Team, eine „Riesensaison“ abgeliefert zu haben. Vor dem kleinsten und preiswertesten Kader der Liga steht in den nächsten Wochen nicht nur der Kampf um weitere Punkte und Prämien, sondern auch die Titelverteidigung im Landespokal.

Auch zum Auftritt in Heidenheim zog er ein positives Resümee. „Nach dem Sieg gegen Jena hatte ich schon Bedenken, dass sich die Jungs etwas hängen lassen, mal so locker nach Heidenheim fahren – aber dem war nicht so“, so Demuth. Mit dieser wohlwollenden Aussage passte sich der SV-Coach wohl etwas dem frühsommerlichen Wetter an, denn dass er während der 90 Minuten nicht immer zufrieden war, zeigten einige Reaktionen an der Seitenlinie einschließlich eines Disputs mit dem später ausgewechselten Guido Kocer.

Die Gastgeber starteten aggressiv und hatten schon in der ersten Minute eine gute Chance, als SVB-Keeper Marian Unger einen Freistoß von Marc Schnatterer nicht festhalten konnte, Bastian Heidenfelder den Abpraller aber neben das Tor setzte. Die Demuth-Truppe kam in der ersten Hälfte nur einmal gefährlich vors Heidenheimer Tor, als Makarenko in der 15. Minute mit FCH-Torwart Erol Sabanov zusammenprallte und anschließend Kocer mit seinem Heber scheiterte.

Es war in der 43. Minute, als die Babelsberger Defensive einmal nicht aufpasste: Vom Abschlag weg kam der Ball zum kleinen Heidenfelder, der das Kopfballduell gegen Joan Oumari gewann und für seinen Sturmpartner Andreas Spann auflegte, welcher aus gut 13 Metern Unger keine Chance ließ.

So sehr sich Demuth über diesen Gegentreffer ärgerte, so groß war sein Lob dafür, „dass sich die Mannschaft in der zweiten Hälfte wieder ins Spiel rein gekämpft hat. Zunächst hatten wir aber auch Glück, dass Heidenheim nicht das 2:0 macht.“

Nachdem Unger aber glänzend pariert hatte (65.), witterten die Potsdamer noch einmal ihre Chance: Der eingewechselte Rico Engler flankte nach 78 Minuten und schönem Zusammenspiel mit Matthias Rudolph präzise auf den langen Pfosten, wo Makarenko mit einem schulmäßigen Kopfball zum etwas glücklichen, aber insgesamt nicht unverdienten Punktgewinn vollendete. (mit I. H.)

Heidenheim: Sabanov; Sirigu, Göhlert, Aupperle, Feistle; Klarer (60. Meier), Sauter; Bagceci (80. Glockner), Schnatterer; Heidenfelder (70. Jarosch), Spann.

SVB 03: Unger; Jovanovic, Schütz, Oumari, Rudolph; Prochnow, Müller (86. Paul); Kocer (78. Hahne), Stroh-Engel, Makarenko; Herrem (58. Engler).

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