Symona Speech (r.) vom SC Potsdam in der Europapokal-Partie gegen Hapoel Kfar Saba FOTO: GERHARD POHL / SC POTSDAM
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Auch die Stadtpolitik drückt die Daumen SC Potsdam greift nach dem ersten Pokalsieg

Zwei knappe Niederlagen kassierte der SC Potsdam in der Volleyball-Bundesliga gegen den SSC Palmberg Schwerin. Im Pokalfinale können die Brandenburgerinnen nun zurückschlagen.

Potsdam - Auch aus der Stadtpolitik kam schon Unterstützung: „Drücke fest die Daumen und wünsche viel Erfolg“, schrieb Potsdams Sportdezernentin Noosha Aubel (parteilos) bei Twitter. Die Anfeuerung gilt den Volleyballerinnen des SC Potsdam, die am Sonntag im Duell mit dem SSC Palmberg Schwerin (14.15 Uhr/Sport 1) nach dem ersten Pokalsieg greifen. 

„Für den Verein wäre es großartig, diesen Titel zu gewinnen. Einfach für alle, die hier einen großartigen Job machen rund um das Team. Und natürlich für die Fans. Die Leute hier verdienen den Titel“, sagte Potsdams Trainer Guillermo Hernandez. Er sei stolz, dass er die Möglichkeit habe, mit seinem Team um den Sieg zu spielen. Das Finale um den DVV-Pokal zwischen den beiden Bundesligisten findet in der SAP-Arena in Mannheim statt - pandemiebedingt vor leeren Rängen, „aber mit voller Unterstützung aus der Landeshaupstadt Potsdam“, versicherte Aubel.

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Schwerin holte den Pokal zuletzt 2019

Der SC Potsdam steht erstmals im Endspiel. Im Halbfinale setzten sich die Brandenburgerinnen bei Allianz MTV Stuttgart durch. Der sechsmalige Pokalsieger aus Schwerin räumte den Titelverteidiger Dresdner SC aus dem Weg. Das Team aus Mecklenburg-Vorpommern gewann zuletzt 2019 den Pokal. 

Mit einem Sieg im Finale würde sich der SC Potsdam, der in der Tabelle als Vierter direkt hinter dem Endspielgegner liegt, für zwei knappe 2:3-Niederlagen im Laufe der aktuellen Saison revanchieren. „Die Spiele gegen Schwerin sind immer schwere Begegnungen. Sie sind ein großartiges Team, da müssen wir unser bestes Spiel machen“, sagte Hernandez.

Im Vorfeld der Partie erläuterte der Chefcoach auch, wie der SCP gegen die Schwerinerinnen die Oberhand gewinnen kann. „Wir müssen sicher sehr gut aufschlagen, um sie weg vom Netz zu halten, ein stabiles Side-Out spielen und in der Block-Abwehr gut arbeiten, dann ist alles möglich“, sagte er.

Souveräner Sieg in Straubing

Selbstvertrauen für die schwere Aufgabe am Sonntag tankte der SC Potsdam, der Ende Januar auf die Teilnahme am Achtelfinal-Turnier des CEV-Europapokals in der Türkei verzichtet hatte, am Mittwoch durch ein 3:0 bei NawaRo Straubing. „Am Ende war es ein souveräner Sieg. Es war schwer für alle im heutigen Spiel, weil alle den Fokus schon auf den Sonntag gerichtet haben“, sagte Sportdirektor Toni Rieger. „Aber der Trainer und das Team haben das gut hinbekommen, wir haben drei Punkte erkämpft. Jetzt vollste Konzentration auf das Pokalfinale.“

Auch im Finale der Männer (17 Uhr/Sport 1) ist Brandenburg vertreten. Die Netzhoppers KW-Bestensee treten gegen die United Volleys Frankfurt an. In der Bundesliga setzten sich die Netzhoppers in beiden Saisonpartien durch.

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