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Update Zwölfstündige Aktion: #TwitterGewitter Potsdamer Feuerwehr twittert live von Einsätzen

Jutta Schütz

Zwölf Stunden gibt Potsdams Feuerwehr Einblick am heutigen Montag Einblick in ihre Einsätze. Bis jetzt ist es ein "normaler Montag", twitterte die Feuerwehr. Zu denken gibt, in welchen Fällen Menschen den Notruf wählen.

Potsdam - Bundesweit informieren Feuerwehren seit dem frühen Montagmorgen über ihre Einsätze bei Twitter. In ganz Deutschland beteiligen sich 41 Berufsfeuerwehren an der Aktion "Twittergewitter". Zwölf Stunden lang will auch Potsdams Berufsfeuerwehr nach eigenen Angaben auf diesem Wege öffentlich machen, was gerade passiert und mit welchen Problemen sie konfrontiert ist. Von vielen Einsätzen wird live getwittert.

In diesem Zusammenhang wiesen die Rettungskräfte ausdrücklich darauf hin, dass der Notruf 112 wirklich nur bei einem Notfall angerufen werden soll:

Eine Erkältung sei kein Grund, den Notruf zu wählen. Dies sei "eher was für den Hausarzt", so die Potsdamer Feuerwehr. Und nein, mal begleite auch niemanden aus dem Stau heraus, wenn wichtige Termine im Kalender stehen, stellte die Feuerwehr klar.

Konzertiertes Feuerwehr-Gezwitscher

Auch Feuerwehren in München, Hamburg, Düsseldorf, Bremen und Frankfurt am Main beteiligen sich. Anlass ist der Europäische Tag des Notrufs am 11.2. - passend zur Notrufnummer 112. Unter dieser Nummer werden seit 2008 Notrufdienste europaweit erreicht. Twitter-Aktionen von Einsatzkräften in Deutschland gab es schon öfter. Zum ersten Mal werden nun aber Feuerwehren parallel Tweets absetzen.

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, hat indes mehr Rücksicht auf die Helfer im Rettungsdienst gefordert. "Es ist besorgniserregend, dass vor allem bei Verkehrsunfällen Rettungskräfte oftmals von Schaulustigen behindert oder beleidigt werden", sagte Hasselfeldt der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Manchen Gaffern seien Handy-Aufnahmen von Verletzten offenbar wichtiger als der unversperrte Zugang der Helfer zum Unfallort.  (dpa)

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