Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen ist in Potsdam erneut gestiegen. Foto: Ottmar Winter
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Wohnen in Potsdam Preise für Eigentumswohnungen weiter gestiegen

In der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam sind die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen weiter gestiegen.

Potsdam - Die Preise für Eigentumswohnungen steigen in Potsdam immer weiter. Derzeit liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 3643 Euro, wie aus dem Wohnindex des Hamburger Marktforschungsunternehmens F+B für das dritte Quartal 2019 hervorgeht. Das sind 5,3 Prozent mehr als vor einem Jahr und ganze 58,1 Prozent mehr als noch 2014, als der Durchschnittskaufpreis bei 2304 Euro lag. Für die bundesweite Studie haben die Forscher nach eigenen Angaben Angebotsdaten von rund 30 Millionen Objekten ausgewertet.

Deutlich weniger stark sind dem Index zufolge in Potsdam die Mieten angestiegen. Der durchschnittliche Preis bei Neuvertragsmieten lag laut F+B im dritten Quartal 2019 bei 7,95 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete. Das waren lediglich sechs Cent oder 0,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Vergleich zu 2014 ist das eine Steigerung von 47 Cent beziehungsweise 6,3 Prozent. Allerdings kommen andere Studien hier wie berichtet auf deutlich höhere Steigerungswerte.

Die Schere zwischen Kaufpreisen und Mieten geht immer weiter auseinander

Die Marktforscher von F+B schließen aus ihren Zahlen, dass die Schere zwischen Kaufpreisen und Mieten immer weiter auseinandergehen – nicht nur in Potsdam. So verteuerten sich Eigentumswohnungen bundesweit im dritten Quartal um 5,9 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Neuvertragsmieten stiegen hingegen lediglich um 0,7 Prozent – mit deutlicher Tendenz nach unten. Bestandsmieten stiegen im Vergleich zum dritten Quartal 2018 um 1,4 Prozent an. Was für Mieter eine gute Nachricht ist, dürfte bei Vermietern und Investoren Sorgen um die Rendite aufwerfen. Denn, so die Marktforscher von F+B: „Die Mietentwicklung bei Neuvertrags- und bei Bestandsmieten bewegt sich also mittlerweile nahezu im Gleichklang mit der Inflationsrate.“

Mit dem Auseinanderdriften von Kauf- und Mietpreisen könnte sich auch die Gefahr einer Preisblase verstärken. Laut F+B müsse mit einer neuen internationalen „Welle von Anlagekapital“ gerechnet werden. „Staatsanleihen im Umfang von mehreren Milliarden Dollar werden fällig und werden nach übereinstimmender Meinung von Experten zu großen Teilen auf dem deutschen Immobilienmarkt investiert“, so die Experten.

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