Das Strandbad in Babelsberg. Foto: Ottmar Winter PNN
© Ottmar Winter PNN

Wo kann man schwimmen gehen? Die schönsten Badestellen in Potsdam und Umgebung

Wo badet man in in Potsdam und Potsdam-Mittelmark am besten? Corona-Badesaison 2020: Ein Überblick über die Badestellen unter freiem Himmel - mit Anzeige der Wasserqualität für alle Badestellen in Brandenburg.

Potsdam - Die diesjährige Freibad-Saison ist - nach dem Rekordsommer im Vorjahr - eine besondere. Und das nicht nur wegen des etwas unbeständigen Wetters. Immerhin, hin und wieder liefern die Temperaturen echtes Sommerfeeling. Doch auch durch die Corona-Pandemie ist die Strandbad-Saison eine besondere. Erst spät konnten die Open-Air-Bäder in Potsdam und Umgebung  überhaupt ins Badegeschäft starten. Und auch aktuell bleiben die Angebote in manchen Bädern eingeschränkt. Die PNN geben einen Überblick über die beliebtesten Strand- und Freibäder sowie frei zugängliche Badestellen: 

Stadtbad Babelsberg

Planschen mit Blick auf Flatowturm und Hans Otto Theater: Die beliebte Badestelle am Babelsberger Park ist zwar in aller Munde wegen der geplanten Verkleinerung. Doch noch ist das Freibad an der Havel in seiner gewohnten Größe von knapp 14.000 Quadratmetern geöffnet. Karten für das Bad inmitten des Potsdamer Welterbes können vorab online oder in den Tourist-Informationen und mit Angabe der privaten Daten zur Rückverfolgung im Falle einer Corona-Infektion gekauft werden. 

Es gibt zwei buchbare Zeitfenster, von 9 bis 14 Uhr oder von 15 bis 20 Uhr. Zwischendurch wird gereinigt. Die Besucherzahl für das Havelbad ist auf maximal 444 begrenzt. Der aktuelle Eintrittspreis liegt bei 2,95 Euro für Erwachsene und 1,45 Euro für Kinder. Der krumme Preis liegt an der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung, die die Stadtwerke anrechnen. 

(Stadtbad Babelsberg, Am Park Babelsberg 2, Potsdam, Tel.: 0331 - 661 98 34 www.swp-potsdam.de/de/bäder)

In historischer Umgebung: Das Stadtbad Babelsberg unweit des Flatowturms.  Foto: Varvara Smirnowa (Archiv) Vergrößern
In historischer Umgebung: Das Stadtbad Babelsberg unweit des Flatowturms.  © Varvara Smirnowa (Archiv)

Waldbad Templin

Mehr als doppelt so groß wie das Babelsberger Freibad, vor den Toren Potsdams gelegen, bietet das Waldbad Templin auf 30.000 Quadratmetern Platz für maximal 966 Besucher in Corona-Abstandszeiten. Direkt am Waldrand des Potsdamer Forsts bietet das Bad Wassersportmöglichkeiten, viele Schatten- und Sonnenplätze und als Besonderheit auch einen FKK-Bereich. 

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Da das Waldbad wie auch das Stadtbad Babelsberg von den Stadtwerken Potsdam betrieben wird, gelten die gleichen Regeln und Preise beim Ticketerwerb: Nur online oder über die Touristinformationen kann man eines der beiden Zeitfenster vorab buchen. Die Tickets sind in beiden Bädern vom Umtausch oder der Rückgabe ausgeschlossen. Auch bei schlechtem Wetter werden Tickets nicht rückerstattet. 

(Waldbad Templin, Templiner Straße 110, Potsdam, Tel.: 0331 - 661 98 37www.swp-potsdam.de/de/bäder)

Beliebt. Das Waldbad Templin am Templiner See vor den Toren Potsdams. Foto: Andreas Klaer (Archiv) Vergrößern
Beliebt. Das Waldbad Templin am Templiner See vor den Toren Potsdams. © Andreas Klaer (Archiv)

Strandbad Werder

Auch in der Inselstadt darf im Strandbad Werder wieder unter freiem Himmel geplanscht werden. Für 3 Euro pro Erwachsenen oder 1,50 Euro für Kinder bis 18 Jahre ist der Weg in den Großen Plessower See frei. Beachvolleyball ist erlaubt, bis auf die etwas kryptische Einschränkung, dass nicht um Punkte gespielt werden darf. Darüber hinaus wird auf die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln hingewiesen. 

Eine feste Obergrenze der Besucherzahl gibt es bislang nicht, sagt Betreiber Mario Müller auf PNN-Nachfrage. „Bislang waren es auch noch nicht so viele Besucher.“ Auf der Liegewiese werde auf Abstand zwischen den Decken geachtet, die Kontaktdaten der Besucher für eine mögliche Nachverfolgung aufgenommen.

(Strandbad Werder, Am Plessower See 56, Werder (Havel), Tel.: 03327 - 42111 , www.strandbad-werder.de)

Naturbelassen wirkt das Strandbad Werder am Großen Plessower See. Foto: PNN / Ottmar Winter Vergrößern
Naturbelassen wirkt das Strandbad Werder am Großen Plessower See. © PNN / Ottmar Winter

Strandbad Glindow

Der pinke Flamingo ist das Maskottchen des Strandbads Glindow. Und auch er darf wieder zu Wasser.  Seit dem 20. Juli hat das  rund 4500 Quadratmeter große Strandbad wieder geöffnet, teilen die Betreiberauf ihren Social-Media-Kanälen mit. Hingewiesen wird auf die geltenden   Abstands- und Hygieneregeln, Reservierungen werden nicht entgegen genommen. Und es gibt veränderte Öffnungszeiten: Täglich kann von 11 bis 20 Uhr gebadet werden. (Strandbad Glindow, Jahnufer 41, Werder (Havel), OT Glindow, Tel.: 0177-7849583, www.hogab.de)

(Strandbad Glindow, Jahnufer 41, Werder (Havel), OT Glindow, Tel.: 0177-7849583www.hogab.de)

Der pinke Flamingo _ Maskottchen des Strandbads Glindow - darf noch nicht ins Wasser. Das Bad ist noch geschlossen. Foto: Andreas Klaer Vergrößern
Der pinke Flamingo _ Maskottchen des Strandbads Glindow - darf noch nicht ins Wasser. Das Bad ist noch geschlossen. © Andreas Klaer

Strandbad Ferch

Die Plansch-Saison im Strandbad Ferch am Schwielowsee ist hingegen gestartet. Das Bad und der dazugehörige Pavillon mit wunderschöner Seeterrasse haben täglich zwischen 12 und 18 Uhr geöffnet, lediglich 100 Personen dürfen sich zur gleichen Zeit im 3600 Quadratmeter großen Bad mit Liegewiese aufhalten, am Eingang werden die Daten der Besucher aufgenommen. Einen Rettungsschwimmer gibt es in dieser Saison bislang nicht. Der Eintritt beträgt 3 Euro für Erwachsene, 1,50 Euro für Kinder.

(Strandbad Ferch, Dorfstraße 41a, Schwielowsee, OT Ferch, Tel.: 0172-3931182www.strandbadferch.de)

Viel Platz und noch mehr Natur bietet das Strandbad Ferch. Foto: PNN / Ottmar Winter Vergrößern
Viel Platz und noch mehr Natur bietet das Strandbad Ferch. © PNN / Ottmar Winter

Badestelle des Campingplatzes „Riegelspitze“

Camper unter sich: Der Strand des Campingplatzes in Werder (Havel) ist bis auf weiteres nur den Übernachtungsgästen vorbehalten, informieren die Betreiber des „Blütencamping Riegelspitze“. Tagesgäste werden auf dem Gelände und auch am Riegelspitze-Strand am Glindower See derzeit nicht zugelassen. 

(Blütencamping Riegelspitze, Fercher Straße 9/ Ecke B1, Werder, OT Petzow, Tel.: 03327-42397www.campingplatz-riegelspitze.de)

Der Campingplatz "Riegelspitze" in Werder beschränkt den Zugang zu seinem Strand. Nur Übernachtungsgäste dürfen ihn nutzen. Foto: Andreas Klaer Vergrößern
Der Campingplatz "Riegelspitze" in Werder beschränkt den Zugang zu seinem Strand. Nur Übernachtungsgäste dürfen ihn nutzen. © Andreas Klaer

Freibad Kiebitzberge

Seit Ende Mai ist das Kleinmachnower Freibad Kiebitzberge wieder geöffnet. Bis zu 1500 Gäste dürfen gleichzeitig auf das rund 30.000 Quadratmeter große Gelände, eine Online-Anmeldung ist nicht notwendig. 160 Menschen dürfen sich gleichzeitig im Schwimmerbecken aufhalten – 20 auf jeder Bahn. Im größeren Nichtschwimmerbecken sind es rund 260. Duschen und Umkleiden sind im Rahmen der Corona-Regeln nutzbar.  

Die Sprungtürme sind geschlossen, auch von den Startblöcken dürfen höchstens zwei genutzt werden. Die Rutsche am Nichtschwimmerbecken ist ebenso gesperrt wie das Babyplanschbecken und der Volleyballplatz. Eine Tageskarte kostet 5,50 Euro, ermäßigt 3,50 Euro.

(Freibad Kiebitzberge, Fontanestraße 30, Kleinmachnow, Tel.: 033203 22729https://freibadkiebitzberge.de)

Das Freibad Kiebitzberge ist zwar geöffnet, Teile des Bads wie die Sprungtürme bleiben aber gesperrt. Foto: Sebastian Gabsch PNN Vergrößern
Das Freibad Kiebitzberge ist zwar geöffnet, Teile des Bads wie die Sprungtürme bleiben aber gesperrt. © Sebastian Gabsch PNN

Weitere Badestellen in Potsdam und Umgebung

Neben den eintrittspflichtigen Freibadmöglichkeiten gibt es im wasser- und seenreichen Potsdam und der Mittelmark natürlich noch zahlreiche andere Badestellen - teils legal, teils geduldet. Der große Vorteil: Ein Eintritt wird nicht verlangt, es gibt keine großartigen Kontrollen, ob die Corona-Regeln eingehalten werden. Der Nachteil: An den wilden Badestellen gibt es keine Rettungsschwimmer, und meist ist auch die sonstige Infrastruktur von Sanitäranlagen bis zu Imbissmöglichkeiten eher dürftig. Aber auch für diesen ganz bodenständigen Badespaß inmitten der Natur gibt es ja viele Liebhaber. Eine unvollständige Liste über Badestellen in Potsdam und Umgebung:

Heiliger See

Seit Jahren wird über die Badestelle im Neuen Garten in der Nähe der Seestraße, hinter der Brücke zum Hasengraben, gestritten. Schließlich ist sie eine inoffizielle Bademöglichkeit, die inmitten eines geschützten Welterbeparks liegt. Andererseits baden hier seit Jahrzehnten vor allem Potsdamer gern zwischen Marmorpalais, Gotischer Bibliothek und Grünem Haus. 

Die Wiesen vor dem Ufer dürfen laut Parkordnung eigentlich nicht belegt werden, trotz allem wird es gemacht. Die stillschweigende Duldung der Badestelle durch die Schlösserstiftung ist in jüngster Zeit einer klaren Ansage gewichen, dass der Zustand von unzähligen Badegästen im Welterbe nicht mehr wirklich zu tolerieren ist. Nicht zuletzt weil der Welterberasen und auch das Ufer arg ramponiert wird und es leider immer mehr Müll gibt, der liegengelassen wird. 

(Badestelle Heiliger See, Zugang über Seestraße und Hasengrabenbrücke)

Entspannen auf den Wiesen des Neuen Gartens am Heiligen See. Foto: Sebastian Gabsch PNN Vergrößern
Entspannen auf den Wiesen des Neuen Gartens am Heiligen See. © Sebastian Gabsch PNN

Babelsberger Park

Auch abseits des offiziellen Freibads Babelsberg ist der Weg ans Havelwasser offen. Genauso wie im Neuen Garten ist aber auch in den Buchten des Babelsberger Parks das Baden höchstens geduldet und eigentlich laut Parkordnung untersagt. Dennoch sitzen oft viele Menschen auch jenseits des Stadtbad-Zauns an den Ufern der Havel auf den Wiesen rund ums Kleine Schloss und nutzen unbeobachtete Momente, um ins kühle Nass zu springen.

(Badestellen Babelsberger Park, rund um das Kleine Schloss)

Wilde Badebuchten im Park Babelsberg abseits des offiziellen Stadtbads Babelsberg. Foto: Thilo Rückeis TSP Vergrößern
Wilde Badebuchten im Park Babelsberg abseits des offiziellen Stadtbads Babelsberg. © Thilo Rückeis TSP

Badestelle Groß Glienicke

Zwischen Bäumen und Sträuchern gibt es in Groß Glienicke einen kleinen Sandstrand an der Badewiese. Malerisch mitten im Nass platziert sind zwei grün bewachsene, kleine Inseln – zu denen man auch hinüberschwimmen kann. Die Badewiese befindet sich zwischen Seepromenade und Ufer, etwa in Höhe der Straße An der Sporthalle. Dort gibt es einen Zugang zum Wasser. Und das Schöne ist: Nach Jahren der Duldung wurde der Strand Anfang des Jahres als dritte offizielle Badestelle in Potsdam - neben dem Stadtbad und dem Waldbad - aufgewertet. Das bedeutet, dass die Wasserqualität regelmäßig getestet wird. 

(Badestelle Groß Glienicke, Seepromenade, Höhe Straße An der Sporthalle)

Endlich erlaubt: Die Badewiese mit Sandstrand in Groß Glienicke ist seit 2020 die dritte offizielle Freibadstelle in Potsdam. Foto: PNN/Jürgen Mundt Vergrößern
Endlich erlaubt: Die Badewiese mit Sandstrand in Groß Glienicke ist seit 2020 die dritte offizielle Freibadstelle in Potsdam. © PNN/Jürgen Mundt

Badestelle Sacrower See

Auch wieder so ein Badeort Potsdams, der offiziell nicht existiert, aber den es schon Jahrzehnte gibt. Am nördlichen Ufer des Sacrower Sees - direkt vor dem Restaurant "Landleben Potsdam" - gibt es eine Badebucht, die durch einem flachen Einstieg in den See besticht. Die zweite geduldete Badestelle ist etwa 400 Meter westlich vom Strand am „Landleben“. Zwar geht es in das Wasser des Sacrower Sees, aber der Strand gehört zum Potsdamer Ortsteil Groß Glienicke.

(Badestellen Sacrower See, vor dem Restaurant "Landleben", Seepromenade 99, Potsdam OT Groß Glienicke)

Eine der beiden Badestellen am Nordufer des Sacrower Sees. Foto: PNN / Ottmar Winter Vergrößern
Eine der beiden Badestellen am Nordufer des Sacrower Sees. © PNN / Ottmar Winter

Badestelle Baggersee am Stern

Zwischen Plattenbaugebiet, Nuthe-Schnellstraße und Eisenbahn-Trasse liegt - etwas unerwartet - ein kleines innerstädtisches Bade-Idyll, der Baggersee. Obwohl es natürlich die urbanen Umgebungsgeräusche durch Schnellstraße und Bahn gibt, bietet der Baggersee für die Bewohner der umliegenden Stadtteile Naherholung im wahrsten Sinne des Wortes - auch dank der Natur, die sich ihren Platz erobert hat. Der gesamte See und das Ufer sind öffentlich, man kann sich also überall niederlassen. Infrastruktur - sei es einen Imbiss oder eine Toilette - darf man allerdings nicht erwarten. 

(Badestelle Baggersee Am Stern, Fichtenallee, Potsdam)

Naturidyll zwischen Plattenbauten, Eisenbahn und Schnellstraße: Der Baggersee am Stern. Foto: Andreas Klaer Vergrößern
Naturidyll zwischen Plattenbauten, Eisenbahn und Schnellstraße: Der Baggersee am Stern. © Andreas Klaer

Badegewässerqualität in Brandenburg


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